Freizeit

2018 – Ein musikalischer Jahresrückblick Teil 6: Indie-Rock

Nach den diversen Favoriten der Kollegen, gibt es heute mal etwas andere Musik. In der heutigen Liste gibt es nämlich das Genre, das uns doch im Herzen eigentlich allen am besten gefällt, auch wenn das nicht jeder zugibt: Indie-Rock! Ja, über eine genaue Definition von Indie kann man sich streiten, aber das passt schon so. Alles frisch aus dem Jahr 2018 und fein säuberlich für euch sortiert! Wie immer ohne hirarchische Reihenfolge, wir haben alle Songs fast gleich lieb.


1. Arctic Monkeys – Four Out Of Five

Ewig musste man auf das neue Album der Monkeys warten, dann kam es und alle fanden es blöd. Aber so im Rückblick ist es einem doch irgendwie ans Herz gewachsen. Auch wenn ich bis heute nicht weiß, in welchen Lebens-Momenten man die neue Tracks von Alex Turner hören soll. Schade übrigens auch, dass das mit der Bart-Petition nicht geklappt hat.


2. First Aid Kit – Rebel Heart

Was für ein Album! Tocotronic sangen einmal „In höchste Höhen, wo wir schwindeln, in tiefste Tiefen und zurück“. Und genauso kann man auch den Weg durch das „Ruins“-Album der Schwestern aus Schweden beschreiben. Einfach nur großartig und auch live eine echte Wucht.


3. isaac gracie – last words

Ein ruhiges Album, ein Album voller Schmerz und Sehnsucht, ein Album, das in keinem Jahresrückblick fehlen darf. Und dazu noch das Debüt des Briten Isaac Gracie. Pflichtprogramm!


4. Goat Girl – The Man

Augen zu und Tanzen. Das ist ein Befehl. Ende.


5. Ezra Furman – Love You So Bad

Der Mann, dessen Band gefühlt jedes Jahr anders heißt, hat wieder zugeschlagen! „Transangelic Exodus“ ist wild, zügellos und hält auch beim zehnten Anhören noch Überraschungen bereit. Hit-Single: „Love You So Bad“


6. Sports Team – Kutcher

Klassischer Indie, beim Hören sitzt man quasi in Röhrenjeans mit den Jungs zusammen bei Bier und Zigaretten in der Garage von Mama. Und überhaupt, wer kann einem so schönen britischen Akzent widerstehen? Auch aufgrund ihrer, an Eskalation grenzenden Live-Auftritte und dem gigantischem Backstage-Bier-Konsum der Band, haben sich die Londoner einen Platz in dieser Liste verdient.


7. Franz Ferdinand – Always Ascending

Inzwischen die Opas des Indie, aber trotzdem ein tolles Comeback nach dem völlig danebengegangen Projekt FFS (gemeinsam mit den „Sparks“). Zwar ohne neue Ideen, aber dafür mit ein bisschen mehr Elektronik, schaffen die Kerle es immer noch uns zum Tanzen zu bringen.


8. Lala Lala – I get Cut

Aus der wird noch was großes. Klingt ein wenig wie eine wütende „Soko“ die ihr Effektgerät mal ausprobieren möchte und es dabei ein wenig übertreibt. Also einfach nur toll.


9. Courtney Barnett – Need a Little Time

Einen echten Meilenstein legte Courtney Barnett dieses Jahr aufs Indie-Parkett (das reimt sich ja!). Und diesmal fast ohne die sonst so störenden Brei-Songs zwischendurch.


10. Cut Worms – It won´t be too long

Mit beatles-ähnlichen Melodien machen die Cut Worms große Lust auf einen Sonnenuntergang an einem Steg am Hudson River in New York (oder wenn man im Beatles-Bild bleiben möchte: der Themse). Von denen wird man noch viel hören, also am besten jetzt schon cool finden!


11. Yo La Tengo – Shades Of Blue

Wenn Legenden ein neues Album rausbringen, dann kann das schief gehen (Guns n Roses), oder ganz großartig werden (The Libertines). Gott sei Dank gehören Yo La Tengo zur zweiten Kategorie und bleiben voll auf Kurs, auch weiterhin Indie-Geschichte zu schreiben. Und der Gesang erinnert so sehr an Nico – wie könnte man diese Band dafür nicht lieben. (Einzeln gibt es den Song leider nicht auf YouTube, darum hier gleich ein ganzes (professionell gefilmtes) Konzert. Shades Of Blue kommt bei Minute 23:14)


12. LAUREL – Adored

Wütende Sehnsucht und doch auch ein wenig zerbrechlich: wer so einen Spagat schafft und dazu noch verdammt „Rock´n´Roll ist“, der muss in diese Liste kommen. Und LAUREL ist da die perfekte Kandidatin. Ihr Debütalbum klingt so, als sei sie seit mindestens 30 Jahren auf Tour und hielte noch viel länger eine eiskalte Flasche Bier in der Hand. „You’ve been wasting my time, honey / I’ve been wasting your life, baby / We can sit and talk / And I’ll pretend that I give a fuck“


Der musikalische Jahresrückblick 2018: Indie auf Spotify