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270 Helfer im Klimawald: Bayreuther Pflanzaktion startet

Von Donnerstag bis Samstag werden auf einem Hektar Waldfläche nahe der Adolf-Wächter-Straße in Bayreuth neue Bäume gepflanzt: 4.719 Setzlinge sind dafür vorgesehen. Damit wollen die freiwilligen Helfer einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Klimawald: An einer Linie entlang werden die verschiedenen Baumarten gepflanzt.
An einer Linie entlang werden die verschiedenen Baumarten gepflanzt. Foto: Carolin Richter

270 Helfer vor Ort

In insgesamt neun Schichten à drei Stunden, pflanzen die Freiwilligen in Kleingruppen neue Bäume. „Insgesamt sind 270 Helfer für die drei Tage zusammen gekommen. Mehr hätten wir auch nicht untergebracht“, sagt Theresa Landwehr. Sie ist eine von drei Organisatoren des Projektes und studiert an der Uni Bayreuth. Wie die Idee kam, einen Klimawald in Bayreuth anzulegen, erklärt sie im Video:

Spaten und Gießkannen bekommen die Helfer vor Ort gestellt, Handschuhe sollten sie allerdings selbst mitbringen. Außerdem gibt es drei große Wassertanks zum Angießen und eine Fläche, an der man sich die Setzlinge, nach Pflanzenart sortiert, holen kann. Jede Gruppe pflanzt, an einer Linie entlang, bis zu 53 neue Bäume auf der Waldfläche.
Hier können die Helfer Wasser holen, um die Jungpflanzen anzugießen.
Hier können die Helfer Wasser holen, um die Jungpflanzen anzugießen. Foto: Carolin Richter

„Eine sinnvolle Aktion“

Yoko Harth und Edna Lappin helfen in Gruppe 1 der Aktion, ab 9 Uhr morgens mit. Die beiden 16-Jährigen haben über Ednas Mutter, die bei der Verpflegung hilft, von dem Projekt erfahren. „Es ist das erste Mal, dass ich bei so einer Aktion mitmache. Aber es macht viel Spaß. Außerdem ist es im Wald angenehm kühl“, sagt Yoko, die eine Ausbildung zur Korbflechterin macht. „Ich bin auch mit den Pfadfindern oft in der Natur unterwegs. Ich finde, der Klimawald ist eine sinnvolle Aktion und ich habe sowieso gerade Ferien und Zeit“, ergänzt Edna. So anstrengend sei das Löcher graben gar nicht, auch wenn der Waldboden extrem trocken und verwurzelt sei, so Yoko.

Yoko und Edna helfen mit den Bayreuther Klimawald zu pflanzen.
Yoko und Edna helfen mit den Bayreuther Klimawald zu pflanzen. Foto: Carolin Richter

Weitere Pflege

Das Gebiet, in dem der Klimawald entstehen soll, gehört der Hospitalstiftung Bayreuth. Verwaltet wird es von der Stadtförsterei. Nach der Pflanzaktion ist es wichtig, dass die Jungbäume auch weiterhin gepflegt werden, erklärt Professor Gregor Aas, der Leiter des Okologisch-Botanischen Gartens. Durch das Pflanzen neuer Baumarten wird das bestehende Waldstück umgestaltet:

Außerdem müsse man die Fläche im kommenden Jahr mähen und die Bäume von Schlagwuchs, wie zum Beispiel Brombeer und Himbeerbüschen, trennen. Findet die aktuelle Pflanzaktion viel Anklang, wird die Aktion im kommenden Jahr fortgesetzt.
Klimawald-Pflanzaktion
In einer Reihe werden die Setzlinge im Klimawald pro Team gepflanzt. Foto: Carolin Richter

Was in den kommenden drei Tagen gepflanzt wird

Bisher gibt es in diesem Waldgebiet vor allem Waldkiefern und Gemeine Fichten. Bei der Pflanzaktion werden sie durch folgende Baumarten ergänzt:
  • Traubeneiche: 1.600 Stück
  • Rotbuche: 1.440 Stück
  • Weißtanne: 445 Stück
  • Hainbuche: 230 Stück
  • Vogelkirsche: 200 Stück
  • Esskastanie: 197 Stück
  • Baumhasel: 187 Stück
  • Winterlinde: 180 Stück
  • Douglasie: 150 Stück
  • Elsbeere: 100 Stück
Hier können sich die Helfer die Setzlinge holen um sie nebenan zu pflanzen.
Hier können sich die Helfer die Setzlinge holen um sie nebenan einzupflanzen. Foto: Carolin Richter
Die neu gepflanzten Bäume sollen, wenn sie zu einem Wald herangewachsen sind, einen Temperaturanstieg von etwa 2 Grad Celsius tolerieren können.
In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße findet die Pflanzaktion zum Klimawald statt.
In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße findet die Pflanzaktion zum Klimawald statt. Foto: Carolin Richter

Hier liegt der Bayreuther Klimawald: