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Abischerz 2019: Wasserpistolen verboten, Schulgebäude gesperrt

Um das Abitur gebührend zu feiern, veranstalten die Schüler der Abschlussklasse traditionell einen Abischerz. In dieser Woche ist es wieder soweit. Geplant ist jede Menge – von einer Strandbar über eine Schaumkanone, bis hin zu großen Partys auf den Pausenhöfen. 

Der Abischerz im Wandel der Zeit

Am GMG, wo man vor einigen Jahren noch die Unterstufenschüler mit Wasserpistolen und Wasserbomben so richtig schön nass machen durfte, ist das Wasserspritzen mittlerweile verboten. Zu oft haben in den vergangenen Jahren Laptops und Handys Schaden genommen. Nur noch an wenigen Schulen, wie dem GCE zum Beispiel, dürfen sich die unteren Stufen noch darauf freuen, nass gemacht zu werden.

Vielerorts heute auch verboten: Das Betreten des Schulgebäudes zum Abischerz. Am RWG ist das beispielsweise so. Der Grund: Das traditionelle „Schuleverwüsten“, haben frühere Abschluss-Jahrgänge offenbar übertrieben. Bei einer „Verwüstung“ werden am Vortag im ganzen Schulgebäude „Scherze“ eingebaut. Sei es eine riesige Stuhlblockade in einem Gang oder ganz modern: aufgehängte Memes, das sind Fotos mit lustigen Sprüchen. Am RWG ist diese Tradition im Stil des Filmklassikers „Feuerzangenbowle“ verboten, an allen anderen Bayreuther Gymnasien ist sie nach wie vor erlaubt.

Hinter jedem Abischerz steckt eine Gruppe Schüler, die viel Zeit und Energie investiert hat, um sich und allen anderen Schülern einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Die fünf Hauptprobleme, mit denen die Organisatoren überall zu kämpfen haben, sind:

  1. Kommunikation: Nicht nur mit den Mitschülern müssen Ideen abgestimmt werden, sondern auch mit dem Direktorat, dem Hausmeister und vielen mehr. Ganz schön viele Menschen müssen bei der Planung berücksichtigt werden.
  2. Doppelbelastung: Zwischen den letzten Klausuren und dem Abitur gehen die Planungen des Abischerzes in die letze Runde.
  3. Kreativität: Die Ideensammlung gestaltet sich häufig als schwierig, da versucht wird etwas anderes, als die vorherigen Jahre, zu machen.
  4. Geld: Wieso sollte es hier anders sein, als im Alltag? Die Organisatoren brauchen Geld für Musikanlage, Getränke, Essen, Spiele und mehr.
  5. Helfer: Helfer werden von Anfang an gebraucht. Hier gilt das Motto: je mehr, desto besser. Die ersten Ideen werden meist schon zu Beginn der 12. Klasse gesammelt. Die endgültige Planung findet dann nach den letzten Klausuren und vor dem Abitur statt.

Das sagen die Organisatoren zu den diesjährigen Abischerzen:

  • Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium, WWG
Organisationsteam, Foto: privat

Der Abischerz wird zwar in seinen Grundzügen traditionell gehalten, bekommt aber durch viele kleine Ideen seine eigene besondere Note.

(Organisationsteam am WWG)

  • Gymnasium Christian-Ernestinum, GCE
Patrycja Peczkowicz, Foto: privat

Dadurch, dass wir eine Hüpfburg aufstellen und für Essen und Trinken gesorgt ist, hoffen wir, dass alle Schüler, sowie Lehrer, den Abischerz im Gedächtnis behalten.

(Patrycja Peczkowicz, Mitorganisatorin am GCE)

  • Markgräfin-Wilhelmine Gymnasium, MWG
Sophie Geiger, Foto: privat

Besonders viel Spaß beim Organisieren hat uns der Ideenprozess gemacht. Es macht einfach extrem viel Spaß mit so vielen kreativen Köpfen zu arbeiten und einen Plan aufzustellen, der muss jetzt nur noch realisiert werden.

(Sophie Geiger, Mitorganisatorin am MWG)

  • Richard-Wagner Gymnasium, RWG
Stufensprecher, Foto: privat

 Am Abischerz finde ich besonders gut, dass es dieses Jahr wirklich mal etwas neues gibt.

(Laura Hollfelder, Mitorganisatorin am RWG)

  • Graf-Münster Gymnasium, GMG
Justin Bückner, Foto: privat

Organisationstalent und gute Nerven waren in den letzten Wochen gefragt, aber angetrieben durch die Vorfreude haben wir es geschafft.

(Justin Bückner, Mitorganisator am GMG)


Auf Instagram berichtet das Bayreuther Tagblatt am Dienstag, den 25. Juni, über den Abischerz am GMG.


Text: Neele Boderius