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Freizeit

Abstimmung der bt-Leser: Das beste Bockbier Bayreuths

„Wir machen das ganz okay hier“, sagt Johnny Hacker selbst. Die bt-Leser finden allerdings: Die Becher-Bräu braut das beste Bockbier der Stadt – wie eine Abstimmung via Facebook und Mail im November ergeben hat.

Johnny Hacker beim Bockbier-Zapfen. Foto: Carolin Richter

Bockbieranstich im Oktober

Der Becher Bock wird schon seit mehr als 25 Jahren gebraut. Das Bier lagert etwa zweieinhalb Monate – dann sei es bereit um getrunken zu werden. 100 Hektoliter sind es insgesamt. „Immer am ersten Samstag in Oktober haben wir Bockbier-Anstich“, sagt Hacker. Im Geschmack sei der Becher Bock malzig-herb mit einer leichten Süße. „Es ist ein süffiges stärkeres Bier“, fügt er hinzu. Erhältlich ist es im Becher-Bräu, im Manns Bräu und in einigen Getränkemärkten wie Sagasser, Keils oder bei Real.

Johnny Hacker braut jedes Jahr verschiedene Bockbier-Sorten. Foto: Carolin Richter

Rauchbock, Josefi-Bock und Weizenbock

Neben dem traditionellen Becher Bock gibt’s im Januar außerdem einen Rauchbock, im März den dunklen Josefi-Bock mit einer leichten Schoko-Note und im Mai einen Weizenbock. „Ich habe früher gerne Maisel getrunken. Deswegen habe ich mich dann eines Tages an einem eigenen Weizenbock ausprobiert. Es ist das stärkste Bockbier, das ich braue“, sagt Johnny Hacker.

Insgesamt bietet die Becher-Bräu im Jahresverlauf bis zu 20 Biere an. Zum Standard-Repertoire gehören das Becher Original, das Kräußenpils und das dunkle Bier von Manns Bräu. Denn die Manns Bräu gehört Johnny Hackers Bruder Christian und seinen Eltern.

Den Becher Bock gibt’s immer ab dem ersten Samstag im Oktober. Foto: Carolin Richter

Monatsbiere von Johnny und Christian Hacker

Bei den sogenannten Monatsbieren machen die Brüder gemeinsame Sache: Einmal im Monat – genauer gesagt immer am zweiten Freitag eines Monats – bringen sie eine neue Biersorte heraus. Darunter zum Beispiel Summer Ale oder Amber Ale. Früher haben Becher und Mann ihr Bier beide im ansässigen Kommunbrauhaus eingebraut. Heute braut Johnny Hacker die neuen und alten Sorten im Becher-Bräu.

Hier wird der Becher-Bock eingebraut. Foto: Carolin Richter

Von Amerika zurück nach Bayreuth

Johnny Hacker hat die Ausbildung zum Braumeister begonnen als er fünfzehn war. Allerdings eher zufällig „Ich wusste damals noch nicht so recht, in welche Richtung ich gehen möchte“, sagt er. Dass er einmal die Bräu seiner Eltern übernimmt, hatte er ebenso wenig geplant. „Eigentlich sind wir im Mai 2008 nach Amerika ausgewandert, denn meine Frau Cortney kommt ursprünglich aus Californien“, erklärt er. Er habe überlegt dort eine eigene Brauerei aufzumachen und zwischenzeitlich in einer Craft Brewery gearbeitet.

„Doch im Dezember 2008  sagten mir meine Eltern, dass sie die Becher Bräu schließen, wenn ich sie nicht übernehme, erklärt er. Also sei er mit seiner Frau zurück nach Bayreuth gekommen und habe im Januar 2009 die Becher Bräu in der St.-Nikolaus-Straße übernommen. „Ich dachte anfangs nicht, dass ich das auf Dauer schaffe. Aber ich denke wir machen das ganz okay hier“, so Hacker.

Mehr aus der Serie:

Becher-Bräu in der St.-Nikolaus-Straße. Foto: Carolin Richter