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Ärger über Tasdelen: Jusos Oberfranken erklären sich

Aufgrund einer Aussage Halil Tasdelens bezüglich der Kompetenzen des Jusos-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert, äußerten sich die Jusos am Wochenende kritisch, da sie sich angegriffen fühlten. Halil Tasdelen selbst beteuerte am Sonntag jedoch, dass er hinter den Jusos stehe und die Angelegenheit nach einem Gespräch mit Jan Fischer, dem Vorsitzenden der Jusos Bayreuth, bereits geklärt sei. 

Doch Sebastian Weber, der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Jusos Oberfranken, sieht noch Erklärungsbedarf. Er sprach bereits am Wochenende an, dass die SPD ohne die Hilfe der Jusos keiner „konstant progressiven“, also fortschrittlichen, Politik nachgehen würde und forderte via Facebook eine Entschuldigung von Tasdelen. Nun äußert sich Sebastian Weber erneut:

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Foto: jusos-oberfranken.de

Wir als Jusos Oberfranken halten an einer progressiven Politik fest. Die Inhalte wurden von Bayern SPD auf Landesebene auch angegangen. Auf der Themenliste stand unter anderem, das Wahlalter auf 16 herabzusetzen, die staatlich bezuschusste 30-Stunden-Woche für junge Eltern einzuführen und das ÖPNV-Angebot kostenfrei nutzbar zu machen.

Auf Unterbezirks-Ebene sieht das leider anders aus. Halil Tasdelen hat es abgelehnt, das Wahlalter auf 16 zu setzen und sich zudem nicht für die Frauenquote ausgesprochen. Er hatte sich insgesamt nur wenig zu progressiven Themen geäußert.

Wir als Jusos Oberfranken bemessen Personen nach ihren Inhalten. Natürlich ist es in Ordnung, wenn es einmal konträre Meinungen zwischen Parteimitgliedern gibt. Doch wenn die Meinung nicht zur SPD-Beschlusslage passt, können wir die Person auch nicht unterstützen.

(Sebastian Weber, stellvertretender Bezirksvorsitzender der Jusos Oberfranken)

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