Freizeit

After Passion

bt-Kinokritiker Alex Bauer hat sich wieder zusammen mit zwei Lesern des Bayreuther Tagblatts auf den Weg ins Kino gemacht und den neusten Film bewertet. „After Passion“ ist eine Romanverfilmung und basiert auf der gleichnamigen, sehr erfolgreichen Buchreihe von Anna Todd. Mit im Kino waren diese Woche Jutta Bühl und Emilia Kühner aus Bayreuth.

Darum geht es im Film:

Das sagt Jutta Bühl zum Film:

Emilia Kühner meint dazu:

bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

Zugegeben, als 33-jähriger Mann ist man sicher nicht die Zielgruppe von „After Passion“. Also, ganz sicher nicht. Die ist wohl eher weiblich und im Teenageralter. Aber als Kinokritiker muss man manchmal auch durch Schmachtfetzen. „After Passion“ ist so einer. Und es ist einer, den man anschaut und dann auch ziemlich schnell wieder vergisst.

Natürlich basiert er auf einer ziemlich erfolgreichen Romanreihe. Anna Todd heißt die Autorin, bei Wikipedia werden ihre Bücher als erotische Romane bezeichnet. Oha. Zumindest im Film ist davon nix zu merken. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben – so kommt er auch ziemlich glatt gebügelt daher. Teeniegerechte Liebesszenen also. Ja mei, ist nunmal so.

Denen, die die Bücher eh nicht kennen, dürfte das ziemlich egal sein, vielleicht Fans dürften etwas enttäuscht sein. Aber das ist ja bei Romanverfilmungen eigentlich immer so – man kann es nicht allen Recht machen. Die Story ist 08/15-Kram, um es nett auszudrücken.

Schüchternes braves College-Girl lernt Bad Boy kennen, beide verlieben sich ineinander, große Liebe, großes Drama, große Versöhnung, Happy End. Einfallsreich ist das definitiv nicht, hat man schon zigfach in ähnlicher Weise ertragen dürfen. So eine seichte Geschichte braucht aber eigentlich keine Wendungen, keine Tiefen oder gar ein hohes Niveau. Die funktioniert so wie sie es will – als nette Unterhaltung mit einer großen Portion Herzschmerz.

Auch die musikalische Untermalung passt sich den großen Gefühlen auf der Leinwand an, wirkt aber fast so, als hätten die Macher da einfach die erstbeste Lovestory-Playlist herausgekramt. Geschenkt und auch eigentlich egal.

Die beiden Hauptdarsteller muss man aber loben. Sie bekommen es hin, dass man ihren Figuren das Auf und Ab ihrer Liebelei abkauft – zumindest die Chemie zwischen den beiden hat also gestimmt. Das macht die eineinhalbstündige Belanglosigkeit etwas erträglicher. Wer mehr Inhalt und Tiefgang will, sollte dann aber lieber zu Jane Austins „Stolz und Vorurteil“ greifen, das im Film ständig aufgegriffen wird.“

2 von 5 Sterne