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Anderen Kindern helfen – die Sternsinger von St. Benedikt

„Wir wollen Kindern in Not helfen“ ist ein Satz, den man heute oft bei den Sternsingern der Gemeinde St. Benedikt hört. „Weil mein bester Freund mit macht und wir ganz dicke Freunde sind“, sagt ein anderes Mädchen. Seit dem Morgen sind sie unterwegs um Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Beim Mittagessen sitzen dann alle zusammen, wärmen sich auf und essen. Es ist viel Trubel. Man spürt die Aufregung in der Luft. Da wird gelacht und viel geredet, bevor die Pflicht wieder ruft. Ab in die Kostüme von Caspar, Melchior und Balthasar und los geht es wieder.

Dieses Jahr hat es das Wetter gut gemeint mit den Gruppen, die losziehen. Ein Vater berichtet von einem Winter mit Glatteis und Minus 15 Grad. Ein anderes Kind erzählt von Anwohnern, die ihre Tür schnell wieder schließen. Verstehen kann er es nicht: „Was würden sie machen, wenn sie ein Kind wären und auf der Straße leben würden?“

Insgesamt zehn Sternsinger-Gruppen sind unterwegs. Es sind weniger geworden in den letzten Jahren und längst kann nicht mehr jedes Haus gesegnet werden. Wer weiter weg wohnt, muss sich registrieren. Auch Caspar, Melchior und Balthasar haben nicht viel Zeit.

Süßigkeiten für die Tafel und Spenden für eine Hilfsaktion in Bangladesch, das ist wofür die Kinder auf die Straße gehen, verkleidet als Heilige Drei Könige und mit einem Sternträger. Aufgeregt stehen sie vor den Türen. Wird die Tür geöffnet? Und dann geht es los, jeder hat seinen Spruch zu sagen. Ein kleines sechsjähriges Mädchen muss für ein krankes Kind einspringen, sie begleitet ihren großen Bruder heute. Und hat in den letzten drei Tagen fleißig die Worte des Melchior gelernt. Eine andere Gruppe lacht als sie erzählt, wie Google Maps sie in die Irre geführt hat und sie auf einmal vor dem Audi-Zentrum standen. Die Orientierung eines der Mädchen siegt über den Navi, sie kennt sich schon aus.

Um 17 Uhr beenden die Sternkinder ihren Auftrag für heute. Es ist dunkel geworden und morgen ist wieder Schule angesagt. Sie verstreuen sich. Bis zum nächsten Jahr.

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