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Angeklagter bestreitet Einbrüche – War es der Gärtner?

Über 70.000 Euro soll ein armenischer Asylsuchender 2017 bei nur zwei Einbrüchen in Nürnberg und Bayreuth erbeutet haben. Nun steht er vor Gericht – seine DNA an beiden Tatorten und heimlich aufgenommene Fotos eines 15-Jährigen haben die Polizei auf seine Fährte geführt. Diese Indizien will der Angeklagte nun widerlegen.

Selbst geredet hat er wieder nicht. Der mutmaßliche Einbrecher schweigt weiter, lässt sich von seinem Anwalt verteidigen. Und der erklärt folgendermaßen, wie die DNA an beide Tatorte gekommen sein soll:

Im Zeitraum der Taten, habe sich der Angeklagte mit kleinen Jobs und Gelegenheitsarbeit etwas Geld verdient. Unter anderem gemeinsam mit einem armenischen Gärtner, der die Häuser seiner Arbeitgeber nach Einbruchschancen absuchte. Der Angeklagte sei aber an keinerlei Straftaten beteiligt gewesen. Und die DNA? Die sei über die Arbeit an die entsprechenden Orte gekommen. Auch habe er sich an einem Dornenbusch verletzt, das Blut sei dann über die Gartenhandschuhe weiterverteilt worden.

Ob diese Verteilung der DNA des Angeklagten so stattgefunden haben kann, wird eine Gutachterin im Laufe des Prozesses einschätzen.

Sollte der mutmaßliche Täter verurteilt werden, träfe ihn wohl eine hohe Strafe. Kurz vor der zweiten Tat wurde das Mindeststrafmaß für Einbrüche in Privatwohnungen nämlich von sechs Monaten auf ein Jahr erhöht.

Der Prozess wird fortgesetzt.