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bt öffnet Türen: Auf dem Bayreuther Flugplatz

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Fliegen für Deutsche erstmal verboten. Im Jahr 1953 hat die Luftsportgemeinschaft Bayreuth (LSG) dann von den US-Amerikanischen Besatzern aber doch die Genehmigung erhalten, am Bindlacher Berg Segelfliegen zu dürfen. Heute, rund 66 Jahre später, starten an gleicher Stelle immer noch Flugzeuge und fliegen von Bayreuth in die weite Welt.

Der Bayreuther Flugplatz. Foto: Redaktion.

Im Anzug in den Flieger

In Bayreuth starten natürlich keine riesigen Airbusse in Urlaubsdomizile, aber dennoch gibt es am Bindlacher Berg rund 11.000 bis 15.000 Flüge jährlich. Das sind zum einen arbeitsbedingte Flüge, die besonders bei gestressten Geschäftsleuten sehr beliebt sind, wie uns ein Experte aufklärt. Da müsse man sich weder für Staus noch für Fahr- oder Flugpläne interessieren. Man fahre einfach zum Flughafen, dort warte der Pilot und man könne starten.

Fliegen als Hobby

Zum anderen würden auch viele Hobbyflieger in Bayreuth halt machen. Dabei sei man hier sehr gut vernetzt, wie ein Mitarbeiter des Towers erzählt. Da fliege dann ein Bayreuther zum Beispiel mal nach Augburg, weil es da am Flugplatz ein leckeres Steak gibt. Im Gegenzug fliegt der Fuggerstädter dann wiederum nach Bayreuth und isst am Flugplatz ein Schnitzel. Denn das sei eben in Bayreuth besser.

Die Geschichte des Flugplatzes

Seit 1973 ist die Stadt Bayreuth Halter des Flugplatzes und baute das Gelände immer weiter aus. Neben mehreren Start- und Landebahnen gibt es heute zahlreiche Neuerungen wie den Kontrollturm, Hangars und vergrößerte Bahnen. Die Bedingungen am Flugplatz Bayreuth sind so gut, dass im Jahr 1999 sogar die Segelflugweltmeisterschaft in der Wagnerstadt ausgetragen wurde.

Das bt-Team war einen Tag am Flugplatz vor Ort und hat den Mitarbeitern dort über die Schulter geblickt. Das Video dazu finden Sie über dem Text.


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