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Auf den Spuren der Evolution

Zum neuen Jahr startet eine deutsch-israelische Kooperation zur Proteinforschung. Ziel ist es, die molekularen Baupläne der Evolution zu erforschen.

„Die biochemische Forschung wird mit diesem Projekt zu einer ‚Archäologie des Lebens‘ „, so Koordinatorin Prof. Dr. Birte Höcker vom Lehrstuhl für Biochemie an der Universität Bayreuth.

Wer steckt hinter dem Forschungsteam?

In dem Projekt arbeiten Bayreuther Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und drei Forschungsteams in Israel zusammen: dem Weizmann-Institut in Rehovot, der Universität Haifa und der Universität Tel Aviv. Finanziell wird das Projekt mit 1,5 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren von der Volkswagen-Stiftung gefördert.

Was haben Proteine mit der Evolution zu tun?

Proteine sind Schlüsselelemente des Lebens und übernehmen in Organismen unterschiedliche lebenswichtige Funktionen wie beispielsweise bei Stoffwechselvorgängen, Immunreaktionen und der Fortpflanzung. Die Natur verwendet dabei, bei der Entwicklung neuer Proteine, schon vorhandene Bausteine. Diese werden Proteinsegmente genannt. In Kombination mit weiteren Proteinsegmenten werden sie in neue Proteine eingebaut und erhalten neue Funktionen.

Was ist die aktuelle Erkenntnis?

Aufbauend darauf, hat das Forschungsteam eine Entdeckung gemacht. Sie fanden Hinweise in sogenannten Domänen (besonders wichtige Proteinsegmente in Organismen), wie Segmente in früheren Stadien der Evolution verwendet wurden. Diese Indizien werden in dem deutsch-israelischen Projekt erforscht. Damit wollen die Forscherinnen und Forscher den Mechanismen der Proteinbildung auf die Spur kommen.