Freizeit

Ausstellung: RW21 gibt 24 Tipps für ein besseres Leben

37 Kilo Verpackungsmüll produziert jeder Deutsche durchschnittlich. Diese Summe kommt allein in einem Jahr zusammen, so das Institut der deutschen Wirtschaft. Wie soll das auf Dauer gut gehen?

(v.l.n.r.) Nadine Then und Bianka Hoffmann von der Stadtbibliothek in der Ausstellung "Richtig wertvoll"
(v.l.n.r.) Nadine Then (Bundesfreiwilligendienst) und Bianka Hoffmann (Leitung Lernstudio) von der Stadtbibliothek Bayreuth in der Ausstellung „Richtig wertvoll“, Foto: red

Im RW21 präsentieren Mitarbeiter der Stadtbibliothek derzeit 24 persönliche Ideen für ein nachhaltiges Leben, Tipps für jedermanns Alltag. Wie kann man Plastik-Müll vermeiden und schon im Kleinen bei sich selbst anfangen? Das erfahren Sie in der Ausstellung „Richtig wertvoll“ im 1. Obergeschoss. Organisiert wurde das Projekt von FSJ-lerin Lara Sommermann in Zusammenarbeit mit Nadine Then, die gerade ihren Bundesfreiwilligendienst im RW21 leistet.

 

 

Vorschau: 5 Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag

Als Vorgeschmack hat die Redaktion sich in der Ausstellung umgeschaut und 5 Tipps für einen nachhaltigeren Alltag herausgegriffen:


Tipp 1: Joghurt selbst herstellen

Ein Highlight für alle Joghurt-Liebhaber: Melanie Vogt rät zwei Esslöffel Naturjoghurt mit 1,2 Litern erwärmter Milch zu verrühren und das Ganze dann abgedeckt über Nacht an einen warmen Ort zu stellen: So kann man morgens seinen eigenen Joghurt löffeln. Wer oft und gerne Joghurt isst, spart so nicht nur Verpackungsmüll, sondern zeitgleich Geld ein. Das Joghurt aus dem Supermarkt benötigt man nur beim ersten Anrühren, bei den kommenden Joghurt-Produktionen kann man dann bereits auf sein eigenes zurückgreifen.

Tipp 2: Im Badezimmer auf Bambus & Co umstellen

Vor allem im Badezimmer fällt durch Shampoo, Cremes oder Zahnpasta-Tuben besonders viel Verpackungsmüll aus Plastik an. Doch es gibt bereits viele nachhaltige Alternativen auf dem Markt: Die Zähne kann man sich z.B. mit einer Zahnbürste aus Riesenbambus putzen – ein Rohstoff, der weltweit am stärksten nachwächst. Nämlich bei guten Bedingungen bis zu 70 Zentimeter pro Tag. Statt der Einweg-Plastik-Rasierer, bietet sich ein sogenannter Rasierhobel an, bei dem die Klinge nur wenig aus dem Hobel herausragt, was die Möglichkeit sich zu schneiden automatisch senkt: Hier braucht man in regelmäßigen Abständen nur die Klingen zu auszutauschen. Mit ein bisschen Übung klappt die Rasur wie gewohnt.

Tipp 3: Servietten aus Stoff verwenden

Ausstellung „Richtig wertvoll“ im RW21

Servietten aus Stoff kennt man aus dem Restaurant oder, wenn Oma zuhause ein Fest feiert. Sie kommen oft nur zu „besonderen“, also eher gehobenen Anlässen auf den Tisch. Doch die Anschaffung lohnt sich: So kann eine Menge an Küchenpapier – das in Folie verpackt ist – eingespart werden. Wenn die Waschmaschine mit Klamotten oder Handtüchern läuft, einfach die Stoff-Servietten mit dazugeben. Eigentlich kein Mehraufwand oder? Hier gibt’s Inspiration, in welchen Formen man Stoffservietten falten kann.

Tipp 4: Zur Stricknadel greifen

Ausstellung „Richtig wertvoll“ im RW21

Wer in der Freizeit öfter mal zur Stricknadel greift, kann nicht nur seine eigenen Schals oder Pullis selbst gestalten, sondern trägt auch noch dazu bei, dass weniger Kleidung wie z.B. aus Asien lange Transportwege auf sich nimmt, was dem Klima durch Abgase schadet. FSJlern Lara Sommermann hat sich das Stricken selbst beigebracht und mag es nun selbst zu designen. Bei der Wolle sollte man darauf achten, dass sie z.B. das Siegel kbT (kontrolliert biologische Tierhaltung) besitzen. Das impliziert u.a. dass die Tiere artgerecht auf einer großen Weidefläche gehalten werden und Tiertransporte schonend erfolgen.

Tipp 5: Dinge ausleihen statt kaufen

Ausstellung „Richtig wertvoll“ im RW21

Man muss nicht alles besitzen. Bibliotheksleiter Jörg Weinreich sagt: „Das Geschäftsmodell von Bibliotheken ist per se schon nachhaltig.“ Das Konzept funktioniert aber nicht nur bei Medien, wie Büchern oder CDs, sondern auch in anderen Lebensbereichen. Warum nicht einmal das Navigationssystem oder Werkzeug (ver)leihen? Wer sich Sachen mit anderen teilt und ab und an etwas ausleiht, trägt dazu bei, dass wichtige Rohstoffe eingespart werden können.


Neugierig geworden? Geöffnet ist die Ausstellung noch bis zum 28. März 2019: Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. 

Auch alle Besucher dürfen vor Ort Tipps für ein nachhaltigeres Leben beisteuern oder überlegen, welche Punkte Sie im Alltag vielleicht noch verbessern können:

Ideenwand im RW21: Nachhaltigkeit
Tipps der Ausstellungs-Besucher für ein nachhaltigeres Leben, Foto: red



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