Unbenannt

Auto Frank: Das Haus für Auto-Liebhaber

Die Kunden werden jünger, die Liebhaberstücke auch. Ob Mercedes 190E oder BMW E30: Autos aus den 80er und 90er Jahren liegen im Trend. Es sind Youngtimer, die die 30 Jahre, die es zum Oldtimer braucht, noch nicht ganz voll gemacht haben. Und die gerade von einer ganz neuen Zielgruppe entdeckt werden.

Was diese Mobile auszeichnet, ist eine attraktive Mischung: Alte Technik, aber ein Mindestmaß an Komfort, wie Klima-Anlage, Servolenkung und ABS. Und Auto Frank, seit sechs Wochen in Bindlach, hat sie im Sortiment.

Die 25- bis 30-Jährigen kaufen Autos, die sie selbst noch kennen. Die sie an ihre Jugend erinnern.

(Guido Frank)

Guido Frank ist 52 Jahre alt, einen Mercedes W107SL hat er früher selbst gefahren. Bald kam der erste eigene Porsche dazu.

Das Design, schön und gut. Unbezahlbar ist aber der Sound eines alten Porsche. Unweigerlich drehen sich die Leute nach ihm um.

(Guido Frank)

Seit 25 Jahren handelt Frank nun schon mit Autos, seit zehn Jahren speziell mit Oldtimern und Sportwagen. Zuletzt sind die Youngtimer hinzu gekommen. Vor sechs Wochen ist Guido Frank mit seinem Geschäft von Amberg in die St.-Georgen-Straße 19 nach Bindlach gezogen um seinen Kunden ein weit und breit einmaliges Angebot zu machen. Gemeinsam mit der Sportwagen-Werkstatt Garage 19, will Frank seinen Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket bieten.

Wer in Bindlach vorbei schaut, der soll sein Wunschfahrzeug auf Herz und Nieren testen können. Im Verkaufsraum, auf der Hebebühne, im Gespräch mit dem Mechaniker, bei der Probefahrt. Weil Verkaufsraum und Werkstatt miteinander einher gehen, sagt Frank:

Wenn was ist, sind wir da.

(Guido Frank)

Weil alte Autos auch regelmäßig bewegt werden müssen, steht Frank seinen Kunden selbstverständlich auch hier mit Rat und Tat zur Seite. Damit nicht geschieht, was bei einer Corvette geschah: Beim Versuch, sie nach 14 Jahren wieder flott zu machen, sprang in der Werkstatt eine Maus mit Nuss im Maul aus dem Motorraum, sagt Frank.

Standschäden sind nicht zu unterschätzen.

(Guido Frank)

Die Macher der DMAX-Fernsehsendung „Der Checker – Viel Auto für wenig Geld“ fanden bei Frank schon einen Mustang. Zur Auswahl stehen aber auch Raritäten, wie der Nachbau eines Porsche 911 GT1, von dem es weltweit nur zwei Exemplare gibt.

Ein Wertgutachten, wie Guido Frank es auch anbietet, ist in diesem Fall schwer. Frank beziffert den Wert des Wagens auf vier bis sieben Millionen Euro. Das Exemplar hat ein Porsche-Ingenieur nachgebaut, bevor er sich im Zuge einer Scheidung erst von der Frau und dann vom Wagen trennen musste. Acht Jahre soll der Nachbau des LeMans-Boliden in Handarbeit gedauert haben.

Sportwagen-Fans sollen in der St.-Georgen-Straße 19 künftig aber auch noch ganz anders auf ihre Kosten kommen. Guido Frank plant Events, bei denen auch die ein oder andere Rennfahrer-Legende vorbei schauen soll. Es sind schließlich Emotionen, die Guido Frank verkauft. Er erzählt von Männern, deren letzter Wunsch es sei, noch einmal das Auto ihrer Kindheit zu fahren und denen er diesen Wunsch erfüllen helfe.

Und von Kunden, die den Weg in ferne Länder auf sich nehmen, um die Vorbesitzer oder gar die Monteure ihrer Autos ausfindig zu machen. Ahnenforschung, sagt Guido Frank, liegt auch für Autos im Trend.

In Bindlach hat zusammengefunden, was zusammen gehört. Bis Ende des Jahres will Guido Frank dort 30 exklusive Sportwagen, Old- und Youngtimer anbieten – mindestens.


Kontakt Guido Frank

Telefon: 0172 / 977 08 83

Mail: automobile-frank@mobile.de


Fotos: Thorsten Gütling