Anzeige

FreizeitNachrichten

B-Kwem: Ein Bayreuther Boxer schlägt sich durch

Zu klein, zu alt und zu langsam fürs Boxen? Egal. Der Bayreuther Sebastian Leben schlägt sich durch. Und jetzt hat er sogar noch einen eigenen Soundtrack dazu abgeliefert. Das passende Video dazu gibt’s über dem Text.

Im Oktober hat Sebastian Leben, auch bekannt als B-Kwem, ein Musikvideo auf dem Schrottplatz gedreht. Im RaPod erzählt er über die Musik, sein Leben und das neue Video.

Ein Bayreuther Rapper im Boxring

Ein Deutscher Rapper sagte einst: „Ich geh boxen – Mama sagte ‚du gehst nicht boxen!‘ – aber ich ging trotzdem!“ (Olli Banjo – Ich geh Boxen). So oder so ähnlich lief es wahrscheinlich auch beim Bayreuther Sebastian Leben ab. Vor rund zwei Jahren begann der Journalist im Shigaisen Kampfsportverein in Bayreuth mit dem Boxen. 

Die Voraussetzungen sprachen anfangs gegen ihn. Nach eigener Aussagen habe er nicht die idealen Voraussetzungen eines Boxers.

Ich bin nicht groß, nicht schnell, habe keine gute Kondition und bin mit Anfang 30 eigentlich auch zu alt um mit dem Boxen anzufangen. Dazu habe ich einen Ranzen, mindestens 10 Kilogramm zu viel und komme meistens nur ein Mal pro Woche ins Training!

(Sebastian Leben über seine Voraussetzungen als Boxer)

Boxtraining im Shigaisen Kampfsportverein. Foto: Privat.

Punches und Punchlines im Boxring

Dass Sebastian Leben es nur ein Mal pro Woche zum Training schafft, könnte an seinem anderen Hobby liegen: dem Hip Hop. Unter dem Namen B-Kwem macht der gebürtige Freiburger seit vielen Jahren Rapmusik. Das bekam eines Tages auch sein Boxtrainer Rashad Karimov mit. Seitdem läuft beim Boxtraining im Kampfsportverein oft die Musik des Boxschülers. Und das kommt bei den anderen Schülern an. 

Mir gefallen die Songs von B-Kwem richtig gut. Sie motivieren mich jedes Mal beim Training neu.

(Kienaz Khalaf)

Und beim Trainer umso mehr. Eine lange Zeit fragte Karimov seinen Schüler Leben immer wieder: „Wann machst du mal einen Song für mich?“. Und jetzt, im März 2020, ist es so weit. Der Track mit dem Namen „Puncher“ ist seit Freitag (6.3.2020) auch auf YouTube verfügbar. 

Der Refrain ist natürlich gezielt auf meinen Trainer Rashad zugeschnitten. Aber auch darüber hinaus passt der Song perfekt zum Boxsport. Es ist ein motivierender Song geworden und ich hoffe, dass die Leute richtig Bock auf Boxen bekommen, wenn sie ihn hören.

(Sebastian Leben aka. B-Kwem)

Beim Boxen sollen die Schläge so präzise treffen wie die Punchlines in der Rapmusik. Foto: Privat.

RaPod

Der Pizzamann

Das Video hält auch in jedem Fall was es verspricht: ein Boxstudio, ein Ring, Sandsäcke und jede Menge Action mit taltentierten Boxern aus Bayreuth und Umgebung. Unter ihnen: der kleine, wortgewaltige rappende Boxer mit Raucherlunge. Im Studio wird er deshalb oft Pizzamann genannt: mit einem Augenzwinkern.

Mich erinnert die Musik immer daran, dass man, auch wenn das Training hart ist, nicht aufgeben soll.

(Mohamad Abbas)

Produziert wurde der Beat vom Freiburger Produzenten Jokobietz, aufgenommen und gemixt wurde das Lied in Bayreuth bei Superphad. Das Video wurde von Manuel Ciccarelli produziert. 

Auch interessant