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150 Jahre Festspiele: Erste Programm-Highlights stehen fest
Mit 150 Veranstaltungen feiert Bayreuth 2026 das große Festspieljubiläum – von Filmmusik bis Street-Art. Eine neue Website bietet erste Einblicke ins Programm und lädt die ganze Region zum Mitmachen ein.
Mit einem sogenannten „Soft Opening“ hat die Stadt Bayreuth am Donnerstag die neue Website zum Jubiläumsjahr „150 Jahre Festspiele“ freigeschaltet. Dort finden Interessierte ab sofort erste Programmpunkte, Hintergrundinfos und bald auch laufend neue Veranstaltungshinweise zum großen Festivaljahr 2026.
Ein Fest, 150 Bühnen
Zum 150. Jubiläum der Richard-Wagner-Festspiele sollen sich Stadt und Landkreis Bayreuth im kommenden Jahr in eine große Bühne verwandeln. Geplant sind 150 Veranstaltungen, die Wagners Werk aus neuen Perspektiven betrachten und die Festspielidee in die Zukunft tragen wollen.
Von Street-Art bis Filmmusik
„Wir planen ein breites kulturelles Angebot – von Filmmusik über Street-Art, Kunstinstallationen, Konzerte, Vorträge, Workshops bis hin zu Raves“, erklärt Projektleiter Florian André Unterburger. „Das Festival wird so vielfältig wie die Region selbst.“
Dabei gehe es nicht nur um die Rückschau auf 150 Jahre Festspielgeschichte, betont Unterburger, sondern auch um eine Einladung zur Mitgestaltung: „Wir öffnen den Blick für die nächsten 150 Jahre – und laden alle ein, mitzuwirken und mitzufeiern. Ein Jahr lang. In der ganzen Region.“
Festmeile zur Premiere 2026
Einen kleinen Einblick in das Programm kann der Projektleiter schon geben. Zur Festspielpremiere 2026 ist zum Beispiel eine Festmeile in der Innenstadt geplant. „Wir wollen ein großes Fest zur Premiere, das nicht am Grünen Hügel, sondern in der Stadt ist und verschiedene Angebote verbindet“, erklärt Florian André Unterburger. Kulinarisches, Musik, kleine Bühnen, vielleicht ein Handwerkermarkt sind vorstellbar. Das genaue Konzept soll in den kommenden Monaten entwickelt werden.
Wagner meets…
Für den Rest des Programms ist Unterburger wichtig, dass es nicht nur eingefleischte Wagnerianer anspricht. Filmmusik sei da ein guter Ansatzpunkt. „Wagner gilt ja als Vater der Filmmusik“, erklärt Unterburger.
Diesem Gedanken sind bislang zwei Veranstaltungen gewidmet. Am 28. Januar 2026 tritt das Uni-Orchester im Zentrum auf und spielt zum Semesterabschlusskonzert Filmmusik. Knapp einen Monat später findet – ebenfalls im Zentrum – der Vortrag „Wagner meets Hollywood“ von Lukas Geppert statt.
Auch das hoffentlich im nächsten Jahr fertiggestellte Friedrichsforum soll natürlich im Rahmen des Festival-Programms bespielt werden. Das Theaterstück „Iphigenie in Aulis“ wird dort am 8. Mai in Kooperation mit den Gluck Festspielen aufgeführt.
Unkonventionell und experimentell wird es am 14. Mai mit „Hasifal“ in der Wilhelminenaue: Mit 150 Hasen im Heckentheater der Wilhelminenaue will das Kollektiv Saalmitte beim Festival „Kraut & Rüben 2026“ Christoph Schlingensiefs berüchtigte „Parsifal“-Inszenierung aufgreifen – als spielerisch-niedrigschwellige Annäherung an Wagner, die Jugendliche und Erwachsene an Wagners Werk heranführen soll.
Am 10. Juni liegt der Fokus auf der lokalen Geschichte: Historiker Adrian Roßner beleuchtet in einem Vortrag im Historischen Sitzungssaal des Kunstmuseums die Biografien von Sophian Kolb und Friedrich Feustel – zwei zentralen Persönlichkeiten der Bayreuther Stadtentwicklung zur Zeit Wagners.
Eine weitere Kooperation bringt die international bekannte Organist Vincent Dubois am 12. Juli in die Stadtkirche – das Konzert „Orgel meets Wagner“ findet in Zusammenarbeit mit dem Richard-Wagner-Verband Bayreuth statt.












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