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Bayreuther Klassik Open Air trifft Jubiläumsjahr
Das Sparda-Bank Klassik Open Air in Bayreuth geht in die zwölfte Runde und bietet ein hochkarätiges Programm im Zeichen des Jubiläumsjahres, eine ausgelassene Picknick-Atmosphäre und kostenlosen Eintritt für alle.
Seit 2014 bringen die Sparda-Bank Nürnberg und die Stadt Bayreuth klassische Musik unter freiem Himmel auf die Bühne. Was als Experiment begann, ist heute ein fester Bestandteil des kulturellen Kalenders der Stadt. Ein Fest für alle mitten auf dem Stadtparkett in der Bayreuther Innenstadt, ganz nach dem Motto „umsonst und draußen“. Gemeinsam stellen Vertreterinnen und Vertreter der Sparda-Bank und der Stadt Bayreuth das Programm vor.
Im Jubiläumsjahr der 150. Bayreuther Festspiele wird auch bei dieser Veranstaltung eine Brücke zu Wagner geschlagen. Am Samstag könnte es laut Programm „stürmen und wogen“, zumindest auf der Bühne. Beim Open Air spielt das Wetter immer eine Rolle. „Windsturm und Wellen würden zum Thema passen, aber ich hoffe trotzdem, dass es eher so schwitzt wie im Festspielhaus, als dass es regnet“, sagt Annika Scherm, Vertriebsleiterin der Sparda-Bank Bayreuth.
Oberbürgermeister Thomas Ebersberger ergänzt: „Bei schönem Wetter hört man ohnehin noch den Bachlauf am Stadtparkett plätschern, und der läuft zur Not auch bei Sturm weiter.“
Klassik Open Air Bayreuth: Filmmusik und Wagner-Jubiläum
Das Programm 2026 spiegelt den besonderen Charakter des Jubiläumsjahres wider. Genau darauf ist das zweitägige Konzertprogramm abgestimmt.
Den Auftakt am Freitag, den 26. Juni, gestalten die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt. Das Orchester, dessen Geschichte bis ins Jahr 1635 zurückreicht, präsentiert unter Chefdirigent Oliver Weder die größten Hits der Filmmusik. Auf dem Programm stehen Werke von John Williams, Klaus Badelt und Danny Elfman – von Pirates of the Caribbean über Schindlers Liste bis hin zur Musik aus Spiderman und Up.
„Das Publikum kann ins All fliegen, in See stechen oder den Krieg der Sterne hautnah erleben“, Ebersberger.
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Am Samstag, dem 27. Juni, steht dann die große Hommage an Richard Wagner auf dem Programm. Das moderierte Konzert „Wellen, Wind und Wagner“ widmet sich dem Fliegenden Holländer, einem der frühesten und eindrucksvollsten Bühnenwerke des Komponisten. Ausgewählte musikalische Höhepunkte wechseln sich mit moderierten Einblicken in Handlung, Entstehungsgeschichte und Wagners Biografie ab.
Solistinnen und Solisten wie Annika Egert, Daniel Schliewa, Marcello Mejía-Mejía und Manos Kia – allesamt ehemalige Stipendiaten der Richard-Wagner-Stipendienstiftung – gestalten den Abend. Am Flügel begleitet Stellario Fagone.
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Vermittlung als wachsendes Herzstück
Was beim Klassik Open Air zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist der Vermittlungsgedanke. Sabine Hacker, Leiterin des Kulturamtes, beschreibt die Entwicklung: „Es war schon immer mitgedacht, aber wir haben es die letzten Jahre intensiviert und wollen es jetzt wirklich als festen Punkt in die Auswahl der Ensembles einbeziehen.“ Das Wagner-Format ist ein konkretes Beispiel dafür. Moderation erklärt, was die Musik erzählt – und schlägt bewusst eine Brücke für Menschen, die noch nie in einer Oper waren.
Letztes Jahr gingen Schulen sogar in Workshops mit den Musikern zusammen. Diesen Ansatz will das Kulturamt weiter ausbauen, etwa mit jüngeren Ensembles oder Formaten, die gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen.
Picknickkorb willkommen: So läuft der Abend ab
Das Stadtparkett und der angrenzende Baumsaal werden mit Bierbänken bestückt, eine Stunde vor Konzertbeginn öffnen die „Türen“. Wer keinen Sitzplatz ergattern möchte, kann beim Kulturamt Sitzkissen ausleihen.
Kulturreferentin Eva Christina Bär ermutigt ausdrücklich zur entspannten Herangehensweise:
„Man kann mit Decke und Picknickkorb vorbeikommen, sein eigenes Sitzkissen mitbringen und sich einfach gemütlich machen.“
Eigene Stühle und Sitzgelegenheiten sind in ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Das Areal ist barrierefrei zugänglich, mit reservierten Plätzen, und genugend Platz für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Den Besuchenden stehen auch die gastronomischen Angebote in der Fußgängerzone zur Verfügung.
Hinweis zu barrierefreien Toiletten: Im Kunstmuseum (Zugang über die Kömmereigasse) sowie im Gebäude der Zentralen Omnibushaltestelle (ZOH) sind sie mit einem Euroschlüssel zugänglich.
Kultur für alle – auch in finanziell herausfordernden Zeiten
Dass das Klassik Open Air kostenlos bleibt, ist keine Selbstverständlichkeit.
„Gerade in herausfordernden Zeiten, in denen sich finanzielle Gestaltungsspielräume verändern, ist Kultur umso wichtiger für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, merkte Eva Christina Bär, Kulturreferentin der Stadt, an. „Ich bin gestern auf die Information gestoßen, dass Banken neben der öffentlichen Hand die größten Unterstützer für Kunst und Kultur in Deutschland sind.“ Ohne die Unterstützung der Sparda-Bank sei das Format in dieser Form nicht möglich. „Dafür auch noch einmal mein herzlicher Dank.“
Annika Schem von der Sparda-Bank Bayreuth macht die Haltung dahinter deutlich: „Wir wollen allen Menschen unabhängig vom Geldbeutel den Zugang zur Kultur ermöglichen.“
Beide Konzertabende beginnen um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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