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Bayreuther Rettungshubschrauber fliegt künftig länger
Wenn es dunkel wird, blieb Christoph 20 bisher am Boden – das soll sich nun ändern. Der Rettungshubschrauber aus Bayreuth soll künftig auch am Abend zu Einsätzen starten können.
Wenn ein Notfall passiert, zählt jede Minute – auch dann, wenn es draußen längst dunkel ist. Bisher durften Rettungshubschrauber in Bayern allerdings nur bei Tageslicht starten. Das soll sich jetzt ändern. Auch in Bayreuth. Der am Flugplatz Bayreuth Bindlach stationierte Hubschrauber „Christoph 20“ ist einer von fünf Hubschraubern, die in Bayern fliegen, die künftig länger starten dürfen.
Reaktion auf den Wandel der Krankenhauslandschaft
Der Vorschlag für die Ausweitung der Einsatzzeiten einiger Rettungshubschrauber in Bayern kam von Innenminister Joachim Herrmann. Die Maßnahme soll „eine Antwort auf die Veränderungen in der Krankenhausstruktur in Bayern“ sein, so Herrmann.
Für die Menschen in der Region bedeutet das vor allem eines: Hilfe kann auch am Abend schneller vor Ort sein. Gerade in ländlichen Teilen Oberfrankens sind die Wege zu spezialisierten Kliniken oft weit. Der Hubschrauber spart hier wertvolle Zeit.
Länger fliegen, aber nicht rund um die Uhr
Wichtig: Christoph 20 wird nicht rund um die Uhr fliegen, wie die Intensivtransporthubschrauber aus Nürnberg, München und Regensburg es bereits standardmäßig tun. Die geplante Ausweitung betrifft die Randzeiten am Abend. Für den Winter ist ein Zeitfenster von 7 bis 20:15 Uhr vorgesehen, für den Sommer ein Fenster von 7 bis 21:45 Uhr.
Laut Innenministerium zeigen Analysen, dass die Einsatzzahlen bis etwa 22 Uhr hoch bleiben und erst danach deutlich sinken. „Wir können die erweiterten Flugzeiten mit dem vorhandenen Personal abdecken und dadurch eine bessere Versorgung von Notfallpatienten sicherstellen. Bei einem Zwei-Schicht-Betrieb oder gar einer Abdeckung über 24 Stunden würden die Mehrkosten um ein Vielfaches steigen“, so Joachim Herrmann.
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„Pilot-Phase“ unter Beobachtung
Wann genau Christoph 20 zum ersten Mal in der Dämmerung zum Einsatz kommt, ist noch unklar. Das Innenministerium will beobachten, wie die schrittweise Umsetzung der Änderung läuft und dann entscheiden, ob weitere Hubschrauber in Bayern verlängerte Einsatzzeiten erhalten sollen.
Für Bayreuth und die Region bedeutet die Entscheidung vor allem eines: mehr Spielraum für schnelle Hilfe, wenn es draußen schon dunkel ist.
Foto: © adobe.stock / studio v-zwoelf Täuschungsversuch auf der A9 bei Bayreuth: Handwerker fliegt auf
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