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Taxi-Preise in Bayreuth steigen ab November
Steigende Kosten bringen Bayreuths Taxiunternehmen in Bedrängnis. Um dem entgegenzuwirken, werden die Fahrpreise im November dieses Jahres erhöht.
Angeregt wurde die Änderung vom Taxiunternehmen Taxi Kroter, um den gestiegenen Mindestlohn sowie höhere Kosten für Versicherungen, Gas, Wasser und Strom auszugleichen. Der Stadtrat hat die Tariferhöhung am 24. September, wie zuvor vom Ausschuss empfohlen, beschlossen.
Wie ändern sich die Preise ab November 2025?
Aktuell liegt der Mindestfahrpreis in Bayreuther Taxis bei 4,40 Euro. In einer ersten Erhöhung steigt dieser Preis auf 4,90 Euro.
Auch der Nachtzuschlag erhöht sich. Zwischen 21 und 6 Uhr liegt er aktuell bei 1,50 Euro, bald wird er 2,50 Euro betragen. Die aktuell geltenden Zuschläge für Gepäck oder die Beförderung von Tieren sollen allerdings ab dem 1. November entfallen.
Der Zuschlag für umgerüstete Fahrzeuge mit Sonderaufnahmeeinrichtung zur Rollstuhlbeförderung steigt von 10,00 auf 15,00 Euro.
Höhere Kosten für Menschen mit Rollstuhl?
Für Bedenken sorgte im Ausschuss am 17. September 2025, dass Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, in Zukunft mehr bezahlen können. Der Zuschlag für Taxis mit Sonderausrüstung für Rollstühle soll von 10 Euro zunächst auf 15 Euro und dann auf 20 Euro steigen, so der Vorschlag des Taxiunternehmens.
Die Umbaukosten der Taxis seien seit der letzten Preiserhöhung im Jahr 2022 rund 100 Prozent gestiegen. Zudem müssten Fahrer den Mehraufwand bei Verladung und Sicherung der Fahrgäste ausgleichen. Gleichzeitig bringe eine Rollstuhl-Beförderung in der Regel weniger Umsatz pro Stunde, der Service ist aber rund um die Uhr verfügbar.
Debatte um Teilhabe und Wirtschaftlichkeit im Ausschuss
CSU-Stadtrat Stefan Specht warnte davor, dass steigende Taxipreise Wettbewerber wie Uber oder Bolt attraktiver machen könnten. Die CSU unterstütze den Vorschlag aber trotzdem. Andere Stadträte, darunter Sabine Steininger (die Grünen) und Frank Hofmann (BG), wiesen darauf hin, dass die Mehrkosten eine zu große Belastung für Menschen mit Behinderung seien.
Thomas Bauske (SPD) sagte: „Wer einfach mal Essen gehen will – für uns alle eine Selbstverständlichkeit – bezahlt dann vielleicht 40 Euro nur für die Beförderung.“ Krankentransporte übernehmen die Krankenkassen und für Privatfahrten gebe es zum Teil Zuschüsse vom Bezirk Oberfranken, heißt es von der Stadtverwaltung.
Oberbürgermeister Thomas Ebersberger plädierte für die Kostenerhöhung und erinnerte daran, dass derzeit die Taxifahrer unter den gestiegenen Kosten leiden. „Wenn etwas nicht kostendeckend ist, wird es nicht mehr angeboten“, sagte er.
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Kompromiss auf Zeit: Zuschlag soll vorerst auf 15 Euro steigen
In Bayreuth gibt es derzeit 6 bis 7 barrierefreie Fahrzeuge bei rund 40 Taxis, wie Rechtsreferentin Ruth Fichtner sagte. Die Diskussion zeigte: Ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Tragfähigkeit für Unternehmen und bezahlbarer Teilhabe für alle Fahrgäste ist schwer zu finden.
Die Entscheidung fiel schließlich zunächst auf eine Erhöhung auf 15 Euro. Eine weitere Anpassung könnte in einem halben bis dreiviertel Jahr erneut beantragt werden, so Oberbürgermeister Ebersberger. Der Ausschuss nahm den Vorschlag des Taxiunternehmens mit einer Gegenstimme an.
Am 24. September hat der Stadtrat der empfohlenen Erhöhung sowie der neuen Preisverordnung zugestimmt, die ab dem 1. November 2025 gilt.











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