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Bayreuth

Bebauungsplan für Gewerbegebiet Oberobsang in Kraft getreten

von bt-Redaktion

Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet in Oberobsang ist nun endgültig in Kraft getreten, die Änderung des Flächennutzungsplans wurde genehmigt. Der Brauerei-Neubau, der derzeit auf dem Gelände entsteht, war in der Vergangenheit Gegenstand vieler Diskussionen.

Bereits im Juli hat der Stadtrat den Bebauungsplan für ein „Gewerbegebiet Oberobsang“ als Satzung beschlossen. Die Regierung von Oberfranken hat die dazugehörige Änderung des Flächennutzungsplans nun genehmigt.

Die Planunterlagen können ab sofort im Stadtplanungsamt eingesehen werden. Wegen des anstehenden Umzugs des Referats Planen und Bauen wird um vorherige Terminvereinbarung unter 0921 / 25-1660 gebeten. Die Pläne sind auch online abrufbar unter www.o-sp.de/bayreuth.

Langer Streit um Brauerei-Standort

Der Bau der dortigen Brauerei ist eines der größten privaten Bauprojekte in Bayreuth. Schon seit Monaten wird auf der Baustelle in Oberobsang gearbeitet, im kommenden Jahr soll Richtfest gefeiert werden. Gegen das Projekt hatte sich eine Bürgerinitiative formiert, die die Nähe zur Wohnbebauung und mögliche Belastungen für Anwohner kritisierte.

Die Initiative klagte gegen das Vorhaben, konnte den Bau aber letztlich nicht verhindern. Auf ihrer Webseite hatte sie im Herbst eine positive Bilanz gezogen: Man habe zwar den Neubau nicht gestoppt, „aber wohl das Schlimmste verhindert“. Die Bürgerinitiative sah sich durch Äußerungen von Brauereichef Jeff Maisel bestätigt, der in einem Interview mit der Fachzeitschrift „Getränke News“ gesagt hatte, dass die Auseinandersetzung zu einer präziseren Planung geführt habe: „Die Klagen haben uns gezwungen, jedes Detail noch präziser zu planen“, so Maisel.

„Wenn die Brauerei steht, wird sich die Aufregung legen“

Maisel zeigte sich zuversichtlich, dass sich das Verhältnis zu den Nachbarn entspannen werde: „Spätestens beim ersten gemeinsamen Bier findet man sicher zusammen.“
Für die Bürgerinitiative Oberobsang ist das Kapitel inzwischen abgeschlossen – mit dem Inkrafttreten des Bebauungsplans endet auch formell die jahrelange Auseinandersetzung um das Großprojekt.