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Bayreuth pflastert ab: Wettbewerb zur Bodenentsiegelung startet
Rund die Hälfte aller Siedlungs- und Verkehrsflächen in Bayreuth sind versiegelt. Das schadet dem Stadtklima, dem Grundwasser und der Artenvielfalt. Jetzt startet ein Wettbewerb mit Auftaktveranstaltung am Mittwoch, der das ändern soll und bei dem jeder mitmachen kann.
Wer Boden mit Beton, Asphalt oder Pflaster überzieht, nimmt der Natur wichtige Flächen weg. Regenwasser kann nicht versickern, kein Grundwasser wird gebildet, keine kühlende Verdunstung entsteht. Tiere, Insekten, Pflanzen und Pilze verlieren ihren Lebensraum.
Auf unversiegeltem Boden hingegen können Bäume wachsen, die Schatten spenden. Das gespeicherte Wasser verdunstet an heißen Tagen und kühlt die Luft. Genau das braucht Bayreuth, besonders in stark betroffenen Stadtteilen wie St. Georgen und Burg.
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„Bayreuth pflastert ab 2026″ – der Wettbewerb startet mit Auftaktveranstaltung
Die Bayreuther Initiative „Amt für Umsetzung“ von Stephan Heinrich und Ulf Boderius greift den bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ auf. Entwickelt wurde er von Studierenden der Koblenzer Hochschule für Gesellschaftsgestaltung unter Prof. Dr. Daniela Gottschlich und Prof. Dr. Lars Hochmann. Städte und Gemeinden treten dabei freundschaftlich gegeneinander an. Wer bis zum 31. Oktober 2026 die größte Fläche entsiegelt, gewinnt eine kleine Anerkennung, vor allem aber ein besseres, zukunftsfähiges Stadtklima.
Die Auftaktveranstaltung findet am Mittwoch, 29. April 2025, um 17:00 Uhr im Haus des Spiels, Bernecker Straße 15 in Bayreuth statt. Organisiert wird sie gemeinsam mit Marco Marino vom Verein „Wundersam anders“ sowie den Regionalmanagerinnen Eva Rundholz und Monika Pellkofer.
Wie Entsiegelung in der Praxis funktioniert
Der Verein „Wundersam anders“ zeigt bei der Veranstaltung ein konkretes Projekt aus St. Georgen. Auf Privatgrund entstand dort in einer der heißesten Straßen des Stadtteils ein schattiger Rückzugsort für alle. Die Stadt Bayreuth unterstützte das Vorhaben mit einer Regenbank und Beratung zur Baumpflanzung. So können Unternehmen ebenso wie Privatpersonen ihre Flächen selbst in die Hand nehmen und umgestalten.
Mitmachen: So funktioniert die Teilnahme
Das „Amt für Umsetzung“ berät Interessierte, wie sie ihre eigene Fläche am besten entsiegeln, was dabei zu beachten ist und wie sie ihren Beitrag ins Bayreuther Ranking eintragen. Gefragt sind Privatpersonen genauso wie Unternehmen.
„Der Herzschlag des Projekts sind die Menschen und Unternehmen, die selbst aktiv werden – mit Spaten, Ideen und dem Willen, etwas zu verändern“, betont die Initiative.
Teil einer größeren Strategie
„Bayreuth pflastert ab“ ist Teil der Veranstaltungsreihe „Ordentlich schlampig – Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ des Regionalmanagements von Stadt und Landkreis Bayreuth. Parallel arbeitet das Stadtgartenamt an weiteren Entsiegelungsmaßnahmen, zum Beispiel im Landschaftspark Tappertaue. Auch eine umfassende Hitzeanpassungsstrategie für St. Georgen und Burg wurde bereits erarbeitet, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und Heimat.
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„Je mehr Privatleute und Unternehmen als Flächenverantwortliche beim Entsiegeln mitziehen, desto größer die Wirkung auf Wasserhaushalt und Stadtklima.“
FAQ
Wo und wann findet die Auftaktveranstaltung statt?
Am Mittwoch, 29. April 2026, um 17:00 Uhr im Haus des Spiels, Bernecker Straße 15, 95448 Bayreuth.
Wer kann beim Wettbewerb mitmachen?
Alle: Privatpersonen, Vereine und Unternehmen, die eine Fläche entsiegeln möchten – egal ob klein oder groß.
Wie lange läuft die Aktion „Bayreuth pflastert ab 2026″?
Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2026. Wer die größte entsiegelte Fläche beisteuert, erhält eine Anerkennung.
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