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Theater

Brecht-Komödie in Bayreuth feiert Premiere

Die Studiobühne Bayreuth bringt eine frühe Komödie von Bertolt Brecht auf die Bühne. Premiere von „Die Hochzeit“ ist am 21. Februar.

Bertolt Brecht (1898–1956) schrieb den Einakter im Jahr 1919 im Alter von 21 Jahren. Das Stück entstand unter dem Einfluss des Münchner Komikers Karl Valentin, den Brecht zeitlebens bewunderte. Die Erweiterung des Titels zu „Die Kleinbürgerhochzeit“ nahm er erst später vor.

In Bayreuth inszeniert der tschechische Schauspieler und Regisseur Michal Sykora die Komödie. Brecht zeigt sich hier von einer weniger bekannten Seite: als Komödienschreiber mit scharfem Blick auf bürgerliche Fassaden.

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Hochzeit wird zur Farce

Das Stück erzählt von einer Hochzeitsfeier, die völlig aus dem Ruder läuft. Was als „schönster Tag des Lebens“ beginnt, endet im Chaos. Nach und nach treten Spannungen ans Licht: Die Braut ist schwanger, der Bräutigam eifersüchtig, die Ehe arrangiert. Streit, Missverständnisse und zerbrechendes Mobiliar machen die Feier zur Farce.

Brecht selbst beschrieb das Werk als „Orgie der Hohlheit, der Langeweile, der Öde und der Vereinzelung“. Die Komödie zeigt, wie schnell bürgerliche Moral und gepflegte Fassaden zerfallen.

Ensemble und Produktion

Es spielen Fabian Dörnhöfer, Lisa Friedrich, Oliver Hepp, Florian Kolb, Klaus Meile, Jürgen Skambraks, Wolfram Ster, Emily Stolte und Maria Weber.

Regie führt Michal Sykora, Bühne: Matej Sykora, Kostüme: Lenka Jabůrková, Licht und Ton: Simon Opitz, Maske: Judith Anthony. Die Musik stammt von „The Travellers“.