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Amt für ländliche Entwicklung

Bund fördert drei Projekte im Landkreis Bayreuth mit 700.000 Euro

Der Bund unterstützt drei Projekte im Landkreis Bayreuth mit insgesamt 700.000 Euro an Fördermitteln. Das Geld fließt über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) und ist Teil der Initiative „Innen statt außen“. Das teilt die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Silke Launert mit.

Die Mittel sind befristet und müssen bis zum 30. November 2026 eingesetzt werden. Ziel ist es, Ortskerne zu beleben, Leerstand zu reduzieren und bestehende Gebäude zu modernisieren. Die zeitliche Begrenzung soll eine zügige Umsetzung sicherstellen. In allen Fällen wurden die Mittel bereits verwendet, da Fördergelder häufig rückwirkend nach Vorlage von Rechnungen ausgezahlt werden.

Förderung für Ortskerne im Landkreis Bayreuth

Von den 700.000 Euro profitieren der Hummeltaler Ortsteil Pettendorf, die Stadt Pegnitz sowie die Stadt Pottenstein. Alle Projekte folgen dem Leitgedanken „Innen statt außen“, der auf Nachverdichtung und die Nutzung bestehender Flächen setzt.

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Nahversorgung in Pettendorf: 363.000 Euro Förderung

Der größte Teil der Mittel geht nach Pettendorf. Die Gemeinde erhielt 363.000 Euro für den Aufbau eines Nahversorgungszentrums. Entstanden ist ein Gebäude mit Café, Tagesstätte und Verkaufsfläche, unter anderem mit einer Bäckerei.

Das Projekt wurde Ende September 2025 eingeweiht. Die förderfähigen Gesamtkosten lagen bei rund einer Million Euro. Ein Teil der Finanzierung kam bereits zuvor vom Freistaat Bayern über das Amt für Ländliche Entwicklung. Mit dem Projekt soll die Nahversorgung vor Ort gesichert und der Ortskern nachhaltig gestärkt werden.

Hirtenhaus in Pegnitz-Zips: 231.000 Euro für Sanierung

Im Pegnitzer Ortsteil Zips wurden 231.000 Euro für die Sanierung und Neugestaltung des historischen Hirtenhauses bewilligt. Die ersten Baumaßnahmen starteten im Frühjahr 2021, abgeschlossen wurde das Projekt im Jahr 2023.

Heute wird das Gebäude vom Verein „Dorfgemeinschaft Zips“ als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Nach Angaben von Silke Launert wird das Haus von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen und belebt das Dorfleben.

Spielplatz in Hohenmirsberg: 106.000 Euro für Pottenstein

Weitere 106.000 Euro gingen nach Pottenstein, konkret in den Ortsteil Hohenmirsberg. Die Summe stellt den Schlussbescheid der Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung dar.

Gefördert wurden der Bau eines neuen Spielplatzes sowie die dazugehörige Zuwegung. Die Maßnahme wurde am 30. Juni 2024 fertiggestellt. Die Gesamtkosten betrugen 365.000 Euro, insgesamt erhielt die Stadt Pottenstein für das Projekt 170.000 Euro an ALE-Fördermitteln.

Ziel der Förderung: Innenentwicklung statt Neubau

Alle drei Projekte zeigen, wie mit gezielten Fördermitteln Ortskerne gestärkt werden können. Statt neuer Baugebiete auf der grünen Wiese liegt der Fokus auf der Nutzung bestehender Flächen und Gebäude. Das soll die Lebensqualität im ländlichen Raum erhöhen und Gemeinden langfristig attraktiver machen.