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Das Bayreuther Christkind im Interview
Das Bayreuther Christkind freut sich auf die Adventszeit – mit vielen Auftritten, leuchtenden Kinderaugen und einer wichtigen Spendenaktion. Sie heißt Lisa.
Wie fühlt es sich an, in das Gewand des Christkinds zu schlüpfen?
„Das Gewand ist eigentlich sehr gemütlich“, sagt Lisa. Es glitzert in Gold, ergänzt durch weiße Handschuhe, schöne goldene Flügel und ein goldenes Haarband.
Über die Flügel erzählt sie:
„Bei den Werbefotos hatte ich viel schwerere Flügel an. Ich bin echt froh, dass wir auf die neuen umgestiegen sind, sonst hätte ich irgendwann Rückenschmerzen bekommen.“
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Der erste große Auftritt naht
Bald steht ihr erster offizieller Termin bevor. „Ich freue mich, den Christkindlsmarkt zu eröffnen, aber auch die Kinder zu sehen“, sagt sie. Am Montag, den 24. November, wird das Christkind um 17 Uhr seine erste Rede halten. Vor vielen Menschen zu sprechen macht ihr keine Angst:
„Ich hab früh angefangen, Theater zu spielen und oft Hauptrollen übernommen. Wenn man sich mal verspricht, ist das eben menschlich. Die Leute werden nicht denken: Oh nein, das Christkind hat einen Fehler gemacht.“
Am Bayreuther Christkindlesmarkt bewunderte sie früher die Auftritte des Christkinds: „Da dachte ich immer: Oh wie toll, das Christkind!“
Dass sie nun selbst dieses Symbol verkörpert, bedeutet ihr viel:
„Ich mag super gern Kinder. Und wenn sie lächeln, freue ich mich. Wenn jemand ein Foto möchte, mache ich natürlich immer eins.“
Eine Spende für die Frühchenstation
Besonders stolz ist sie auf eine Aufgabe, die nicht jedes Christkind erhält:
„Ich habe jetzt auch die Ehre, eine Spende zu überreichen – an einen Bereich des Klinikums für die Frühchen. Da freue ich mich auch sehr drauf.“
Vom 1. bis 14. Dezember werden auf dem Christkindlesmarkt Postkarten für 5 Euro verkauft. 3 Euro davon gehen an die Frühchenstation des Klinikums Bayreuth.
Neben ihren Auftritten am Markt besucht Lisa auch soziale Einrichtungen:
„Ich gehe zum Kinderchor, überreiche Geschenke, und in der Bürgerbegegnungsstätte überrasche ich die Älteren.“
Von Creußen nach Bayreuth
Lisa wohnt in Creußen, besucht aber in Bayreuth die Schule:
„Ich hätte nach Pegnitz gehen können oder nach Bayreuth. Meine Schwester war schon am WWG, also dachte ich mir: Dann gehe ich auch dorthin.“
Ihre Berufung zum Christkind kam überraschend. „Mein Direktor hat mich aus der Klasse geholt und gefragt, ob ich gerne das Christkind sein will.“
Eigentlich hätte sie sofort „Ja“ sagen wollen, erzählt sie.
„Ich dachte mir, ich frage lieber erst meine Eltern. Die haben natürlich gesagt: Mach das auf jeden Fall!“
Was für Hobbys hat Lisa?
Mit Freunden zusammen zu sein, steht für sie an erster Stelle. Doch auch Sport spielt eine große Rolle in ihrem Leben. Sie spielte gerne Tischtennis, hörte jedoch damit auf, weil sie als einziges Mädchen nicht willkommen war:
„Die Jungs wollten nicht mit mir spielen. Irgendwann dachte ich mir: Ganz ehrlich, ich gehe jetzt einfach.“
Momentan besucht sie einen Tanzkurs für ihren Abschlussball. „Ich werde wahrscheinlich auch mit Leichtathletik anfangen, weil ich Rennen und Weitsprung schon immer mochte.“
Eines steht für Lisa fest: Sie ist voller Vorfreude auf die Rolle als Christkind. „Ich freue mich einfach riesig!“











©bt-Redaktion
Symbolbild: Rettung im Schlauchboot. © BRK Bayreuth