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Das neue Fohlen im Tierpark Röhrensee heißt Elsa
Das neue Fohlen im Tierpark Röhrensee heißt Elsa. 336 Bürgerinnen und Bürger haben abgestimmt und sich klar dafür entschieden.
Stadtgartenamtsleiter Pfeifer kommentiert die Namensgebung mit einer Einladung: „Wer lüftet das Geheimnis?“ Das Geheimnis ist gelüftet. Das neue Fohlen im Tierpark Röhrensee heißt Elsa – und Bayreuth hat sein Festspiel-Fohlen.
Das neue Fohlen heißt Elsa
Oberbürgermeister Thomas Ebersberger machte es am 23. April 2026 offiziell:
„Es ist ganz klar, dass Elsa gewonnen hat, und wir freuen uns, dass wir im Festspieljahr einen Bezug zum Lohengrin entwickeln konnten.“
Elsa von Brabant ist die zentrale Frauenfigur in Richard Wagners Oper „Lohengrin“. Im Jahr der 150-jährigen Festspiele passt also die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler gut dazu.
Die Abstimmung lief über Facebook, WhatsApp und Instagram. Auf allen Kanälen lag Elsa vorne. Mit 159 von 336 Stimmen setzte sie sich gegen Wilhelmine (74), Lucie (68), Wuschel (28) und Senta (27) durch.
Geburt am Ostermontag
Die kleine Stute kam in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2026 zwischen 21 und 22 Uhr zur Welt. Ihre Eltern sind Mutter Silvia und Hengst Maximilian, der aus dem norddeutschen Wildpark „Schwarze Berge“ nach Bayreuth kam. Elsa ist bereits das vierte Fohlen, das im Tierpark Röhrensee geboren wurde. Vor ihr kamen Richard, Silvia und Ferenc.
Eine bedrohte Rasse – mit einem mehr
Elsa gehört zur Rasse der Österreichisch-Ungarischen Weißen Barockesel, einer vom Aussterben bedrohten Haustierrasse. Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer fasst es schlicht zusammen:
„Es gibt ungefähr 400 weltweit – und seit Ostermontag nun einen mehr.“
Die Kleine gedeihe hervorragend, werde intensiv betreut, und man hoffe, dass das so bleibe.
Das neue Fohlen im Tierpark Röhrensee heißt Elsa – und das Bayreuther Team wacht über sie
Tierpflegerin Sandra Düngfelder ist von Anfang an dabei. Ihr Arbeitstag beginnt täglich um 6 Uhr. „Da findet die Fütterung statt“, erzählt sie.
„Wenn wir dann hochfahren, steht die Kleine schon am Empfang und möchte erst mal geknuddelt und gestreichelt werden. Sie ist neugierig ohne Ende.“
Düngfelder ist seit August am Röhrensee und liebt ihre Arbeit. Die ersten Tage nach der Geburt waren dennoch nicht ohne: „Wo es nach der Geburt so kalt war, hatte ich auch ein bisschen Angst. Sie ist noch nicht in den Stall reingegangen. Da macht man sich schon Gedanken, weil das Immunsystem sich erst aufbauen muss.“
Mutter Silvia erwies sich als verlässliche Bezugsperson. „Silvia ist eine mega super Mama“, sagt Düngfelder. „Die anderen drei durften ganz am Anfang überhaupt nicht ran. Sie hat sie weggescheucht und sich mit Elsa abgegrenzt.“ Nach etwa vier Tagen habe sich das gelegt, dann durften die anderen Esel die Kleine beschnuppern.
Morgens zeige Elsa sich besonders lebhaft. Düngfelder berichtet:
„Sie hat irgendwie einen frechen Hintergrund dabei.“
Eine Geschichte, die 2015 begann
Die Bayreuther Barockesel haben eine ungewöhnliche Stadtgeschichte, sagt der Hobby-Historiker und Stadtrat Stephan Müller. Zum 25-jährigen Jubiläum der Kulturpartnerschaft mit dem Burgenland schenkte das österreichische Bundesland der Stadt zwei weiße Esel. Die Idee stammte von Hofrat Johannes Piczolits und seiner Mitarbeiterin Melitta Wagner aus Eisenstadt. Cosima und Franzi hießen die beiden – und Franzi brachte bereits am 19. Mai 2015 ihr erstes Fohlen zur Welt: den Hengst Richard.
2016 waren die Tiere Stars der Landesgartenschau in der Wilhelmineaue. 2017 sorgten sie international für Schlagzeilen, als Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe dem schwedischen Königspaar – gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Horst Seehofer – eine Überraschung bereitete: Franzi stand plötzlich vor König Carl Gustaf und Königin Silvia. Die Fotos landeten im deutschen und schwedischen Feuilleton.
Neue Hengste, neue Familien
In der Zwischenzeit waren Rudolph und Franzi nicht untätig. Am 27. Juni 2018 kam eine kleine Stute zur Welt. Der Name war klar: Silvia. Fünf Jahre später wurden die beiden gebürtigen Bayreuther Richard und Silvia selbst Eltern von „Ferenc“.
Damit die Zucht nicht zu sehr in der Familie bleibt, musste Robert Pfeifer handeln. Der Hengst Rudolf zog nach Pilsen, Richard zunächst nach Delitzsch und anschließend als Dauerleihgabe in den Zoo Stralsund. Im April 2025 kam Maximilian aus dem Wildpark „Schwarze Berge“ nach Bayreuth. Er traf auf Ferenc, Silvia, Franzi und Cosima. Bei Silvia hat es, wie man jetzt weiß, geklappt.


Spielplatz Ochsenkopf ©bt-Redaktion
Autoscooter Symbolbild: Pixabay 








Ein 68-jähriger Pkw-Fahrer auf der BT5 übersah beim Linksabbiegen auf die BT43 den entgegenkommenden 24-jährigen Motorradfahrer und kollidierte mit ihm. © bt-Redaktion
Fossil Temnodontosaurus cf. trigonodon (UMO BT 011237.00), in Ansicht von unten, mit Schädel- und Rumpfplatte, einschließlich aller isolierten Knochen und Zähne, die aus dem um-gebenden Sediment geborgen wurden. (Bild: Urwelt-Museum Oberfranken)