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Spendenaktion

Defi-Netzwerk Bayreuth spendet lebensrettende Geräte nach Benin

Seit 30 Jahren engagiert sich der BRK-Kreisverband Bayreuth für die Förderung der Kenntnisse der Bevölkerung in der Frühdefibrillation – sowohl in der Region als auch international. Jetzt spendete das Defi-Netzwerk Bayreuth zwei lebensrettende Geräte an Krankenhäuser in Benin.

Der BRK-Kreisverband Bayreuth engagiert sich für die Ausbildung der Bevölkerung im Umgang mit Defibrillatoren und in Maßnahmen der Frühdefibrillation.

Das Defi-Netzwerk Bayreuth ist ein Projekt, das direkt vom BRK-Kreisverband Bayreuth initiiert und koordiniert wird. Ziel des Projekts ist es, die Versorgung der Bevölkerung mit lebensrettenden Geräten kontinuierlich zu verbessern.

Defi-Netzwerk Bayreuth spendet lebensrettende Geräte nach Benin

In einer besonderen Spendenaktion übergab Karl Bernet, ehrenamtlicher Koordinator des Netzwerks, zwei Automatische Elektrische Defibrillatoren (AEDs) samt Zubehör im Gesamtwert von rund 2.000 Euro an Ibukun Koussemou, Integrationsbeauftragter der Stadt Bayreuth.

Die Geräte sollen künftig Krankenhäuser in Koussemous Heimatland Benin unterstützen und dort Leben retten.

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Ein starkes Netzwerk für lebensrettende Maßnahmen

Das BRK Bayreuth kombiniert moderne Technik, öffentlich zugängliche Defibrillatoren und qualifizierte Schulungen. So stärkt das Defi-Netzwerk sowohl die Erste-Hilfe-Kompetenz in der Region als auch international.
Für dieses herausragende Engagement wurde das Projekt 2024 mit dem Bayerischen Engagiert-Preis des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration ausgezeichnet.

30 Jahre Engagement

Alles begann 1995: Das Bayreuther Rote Kreuz stattete seine damals fünf Rettungswachen mit Defibrillatoren aus. 2011 folgte mit der Lohengrin-Therme die erste öffentlich zugängliche Einrichtung in der Region.

Ursprünglich hatte das BRK das Ziel, einen Defibrillator pro 1.000 Einwohner bereitzustellen. Bereits 2021 wurde dieses Ziel mit dem 261. Gerät in Kulmbach übertroffen. Heute sind mehr als 350 Defibrillatoren im Leitstellenbereich Bayreuth/Kulmbach verfügbar – ein Spitzenwert, besonders im ländlichen Raum, wo Ersthelfer oft einen entscheidenden Zeitvorteil vor dem Rettungsdienst haben.

Laien-Defibrillatoren und Notfallstationen

Das Defi-Netzwerk-Bayreuth setzt auf Laien-Defibrillatoren, die Schritt für Schritt durch die Anwendung führen und per Sprachausgabe eine sichere Nutzung ermöglichen.

Die öffentlich zugänglichen Geräte sind in speziell entwickelten Notfallstationen untergebracht, die direkt mit der Integrierten Leitstelle (ILS) Bayreuth/Kulmbach verbunden sind. So sind die Defibrillatoren rund um die Uhr geschützt und jederzeit einsatzbereit.

Schulungen für Bürgerinnen und Bürger

Neben der Bereitstellung der Geräte bietet das Netzwerk regelmäßige Schulungen in Erster Hilfe an. Dabei lernen die Teilnehmenden, wie ein Defibrillator richtig angewendet wird und welche Maßnahmen bei einer Reanimation notwendig sind – ein entscheidender Beitrag zur Lebensrettung in der Region.