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Designer Peter Schmidt kehrt für seine letzte Ruhe nach Bayreuth zurück
Der weltbekannte Designer Peter Schmidt ist am 24. Juli 2025 in Hamburg verstorben. Er wurde 87 Jahre alt und soll in seiner Heimatstadt Bayreuth beigesetzt werden.
Peter Schmidt wurde am 10. Dezember 1937 in Bayreuth geboren. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für Kunst, Theater und Musik – ein Besuch der „Götterdämmerung“ im Alter von 14 Jahren prägte ihn nachhaltig, berichtet das Magazin von „Red Dot“.
Seit Ende der 1960er-Jahre lebte Schmidt in Hamburg und startete von dort aus eine internationale Karriere. Er arbeitete für namhafte Kunden wie Mercedes, Hilti sowie die Stadt und die Universität Hamburg. Weltberühmt wurde er durch die Gestaltung von Parfümflakons wie „Cool Water“ (Davidoff), „Roma“ (Laura Biagotti) und „Woman Pure“ (Jil Sander).
Im Jahr 2015 modernisierte und gestaltete Schmidt im Auftrag der fränkischen Winzer das berühmte Bocksbeutel-Flaschendesign neu. Die von ihm entwickelte Variante „Bocksbeutel PS“ zeichnet sich durch eine modernere, grafischere und kantigere Form aus.
Spuren in Bayreuth
Trotz seiner Weltkarriere blieb Schmidt Bayreuth eng verbunden:
- Logo der Stadt Bayreuth (1994): Dunkelblaue Schrift, hellblauer Strich, drei grüne Hügel – bis heute Teil der städtischen Außendarstellung.
- Logo für das Friedrichsforum (2019): Ein grün-violettes Pünktchen-Logo, das später durch ein neues Design ersetzt wurde.
- Bücherschenkung an die Universität Bayreuth (2023): Rund 1.400 Werke aus seiner Privatbibliothek, darunter wertvolle Einzelstücke zu Design, Architektur, Musik und Kunst.
- Engagement für den Richard-Wagner-Park: Mitinitiator der Ausstellung „Verstummte Stimmen“ über Opfer der NS-Rassenpolitik an Opernhäusern.
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Ehrungen und Auszeichnungen
Peter Schmidt war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und erhielt die Silberne Ehrenmedaille der Stadt Bayreuth. Er wurde für seine kreativen Leistungen sowie sein gesellschaftliches und kulturelles Engagement mehrfach ausgezeichnet.
Die Bayreuther Gemeinschaft hat einen Antrag auf eine posthume Ehrung gestellt. In dem Antrag wird betont, dass Peter Schmidt sich sein Leben lang für seine Heimatstadt und die Region Oberfranken eingesetzt habe. Sein Werk habe „weit über das nationale oder europäische Feld hinaus“ Bedeutung. Die Verwaltung soll prüfen, welche Form der Ehrung für den in Bayreuth geborenen Künstler angemessen ist.
Letzte Ruhe für Peter Schmidt
Der gebürtige Bayreuther litt zuletzt an einer langen Krankheit. Am 11. August wird er auf dem Stadtfriedhof in seiner Heimatstadt beigesetzt. Sein Werk wirkt dennoch fort.











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Weinfest in der Bayreuther Maximilianstraße Quelle: Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH