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Kultur

Deutsch-Tschechische Gesellschaft bringt Kunst und Film nach Bayreuth

Anfang Februar lädt die Deutsch-Tschechische Gesellschaft Bayreuth e. V. zu zwei Kulturveranstaltungen ein. Auf dem Programm stehen eine Fotoausstellung sowie ein Filmabend im Cineplex Bayreuth.

Die Deutsch-Tschechische Gesellschaft Bayreuth e. V. ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Sie engagiert sich für den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Tschechien und fördert Begegnungen in den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Wissenschaft. Die zwei kommenden Veranstaltungen dienen diesem Zweck.

Fotoausstellung „Prag in meinem Herzen“ am 2. Februar

Am Montag, 2. Februar 2026, präsentiert der tschechische Kameramann und Fotograf Asen Šopov seine Arbeiten in Bayreuth. Die Ausstellung trägt den Titel „Prague in my Heart“ („Prag in meinem Herzen“) und erzählt fotografisch von Šopovs persönlichem Lebens- und Arbeitsweg.

Šopov, in Tschechien vor allem als Film- und Fernsehkameramann bekannt, nähert sich Städten über Bewegung, Licht und Emotion. Seine Fotografien entstehen aus einer engen Beziehung zum jeweiligen Ort. Licht und Farbe dienen ihm dabei als zentrales Gestaltungsmittel, um Stimmungen, innere Zustände und spontane Eindrücke sichtbar zu machen. Besonders Prag nimmt in dieser visuellen Erzählung eine zentrale Rolle ein.

Filmabend im Cineplex: „Heiden“ am 4. Februar

Am Mittwoch, 4. Februar 2026, zeigt das Cineplex Bayreuth den tschechischen Spielfilm „Heiden“ (Originaltitel: Pohani). Der Film wird in tschechischer Sprache mit englischen Untertiteln (OmU) gezeigt.

Das Drama der Regisseurin Olga Dabrowská basiert auf einem Theaterstück der früh verstorbenen Autorin Anna Jablonská. Im Mittelpunkt steht eine entfremdete Familie, deren fragile Ordnung ins Wanken gerät, als die streng gläubige Großmutter überraschend einzieht. Ihre Anwesenheit wirkt als Auslöser tiefgreifender Veränderungen.

In eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern thematisiert der Film Glauben, familiäre Bindungen und den Einfluss religiöser Machtstrukturen. „Heiden“ feierte unter anderem Erfolge auf Festivals in Rom, Brüssel und Ungarn und setzt sich kritisch mit dogmatischem Glauben und gesellschaftlichem Anpassungsdruck auseinander.