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Die Polizei sucht das Gespräch an der Bayreuther ZOH
An der ZOH sind jetzt jeden Tag Polizeibeamte präsent. Das bedeutet aber nicht, dass dort jeden Tag ein Einsatz stattfindet. Die Polizei will stattdessen das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen stärken und ein Auge auf mögliche Konflikte haben.
Johannes Gottwald von der Polizei Bayreuth-Stadt steht jetzt regelmäßig an der ZOH: „Wir sind aktuell jeden Tag circa zwei Stunden vor Ort – morgens zu den Stoßzeiten, mittags und abends. Wir laufen auch über den Christkindlesmarkt, das Winterdorf und an der Stadtmauer entlang. Dort oben ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche.“
Um den Eindruck eines akuten Einsatzes zu vermeiden, kommen die Polizisten in der Regel nicht mit dem normalen Streifenwagen, sondern mit einem kleineren Einsatzfahrzeug. Natürlich kommen Einsätze an der ZOH vor. Über sie berichtet die Polizei nun immer dienstags. „Die Polizeiinspektion Bayreuth Stadt ist ja Gott sei Dank nicht allzu weit weg“, sagt Gottwald.
Polizei will „ins Gespräch kommen“
„Wir möchten uns einfach möglichst ungefiltert direkt vor Ort ein Bild bei den Menschen machen“, sagt Johannes Gottwald. Dass sich manche Menschen an der ZOH unsicher fühlen, höre die Polizei immer wieder, so Gottwald. Er sagt aber auch: „Die objektive Sicherheitslage gibt eigentlich keinen Grund dazu, die ZOH zu meiden. Wir haben hier keinen übermäßigen Kriminalitätsschwerpunkt.“
Vor allem ins Gespräch kommen möchte die Polizei an der ZOH nach eigener Aussage. Wenn möglich, auch zusammen mit dem Jugendamt und dem Streetworker der Stadt. „Wir möchten erreichen, dass die Leute ihr Verhalten reflektieren und verstehen, wie sie auf andere wirken“ sagt Johannes Gottwald. Mit dem „Hammer“ wolle man nicht über die ZOH gehen, niemanden vertreiben. „Das kann nicht der Ansatz sein. Jedes Milieu, das wir hier haben, gehört zu unserer Gesellschaft dazu.“
Enge Zusammenarbeit mit Stadt und Stadtwerken
Auch mit den Stadtwerken und der Stadt setzt sich die Polizei regelmäßig zusammen. Eine erste Konsequenz aus einem solchen Gespräch ist die verbesserte Beleuchtung an der ZOH. „Schauen wir mal, was wir demnächst noch draus machen können“, sagt Gottwald.
Welche Maßnahmen die Stadtwerke an der ZOH ergreifen, lesen Sie hier.
Eine Idee, von der auch im Stadtrat im November schon die Rede war, ist das Konzept „Stadthelfer“. In Schweinfurt sind unter diesem Namen bereits junge Erwachsene unterwegs, die sich ehrenamtlich engagieren und Jugendliche und junge Erwachsene auf Augenhöhe ansprechen. Ob es auch in Bayreuth umgesetzt wird, ist aktuell noch unklar.











Am Doppelspieltag sind der RSV Bayreuth und der BBC Bayreuth in der Oberfrankenhalle zu sehen. © Dirk Ellmer
Die Mohren Apotheke in Bayreuth. Archivbild: Neele Boderius