Zuletzt aktualisiert am
Neue Cocktailbar „Sip & Savor“ hat geöffnet
Bayreuth hat eine neue Adresse für Cocktail-Liebhaber. Wann genau die Bar in den Räumen des ehemaligen Cafés 8tto Grammi in der Maxstraße 77 aufmacht, war bisher nicht klar. Nun verrät ein Instagram-Post: Die Bar ist geöffnet.
„Irgendwann sind wir einfach da“, hat Betreiber Max Jobst im bt-Interview versprochen. Keine Eröffnungsfeier, keine große Ankündigung. Und so war es dann auch: Ein Reel auf dem Instragam-Kanal verrät: Die Bar hat heute, am 27. August 2025, zum ersten Mal geöffnet. Und: Wer Lust hat sich die Bar gleich mal anzuschauen, sollte einfach vorbeischauen. Reservierungen werden nicht angenommen.
Von Dienstag bis Samstag ist ab 18 Uhr geöffnet, gegen Mitternacht schließen die Türen wieder.
Artikel vom 20. August: Bayreuther kehrt mit seinem Handwerk zurück
Hinter dem Projekt steckt Max Jobst, 27 Jahre alt, Bayreuther. „Seitdem ich 18 bin, habe ich diesen Traum“, erzählt er. Nun wagt er den Schritt und macht sich mit „Sip & Savor“ selbstständig.
Max ist ausgebildeter Hotelfachmann. Seine Karriere begann im H4 Hotel Residenzschloss Bayreuth und führte ihn später auf Kreuzfahrtschiffe sowie in Luxushotels in Österreich, Wien und Kitzbühel, am Tegernsee und in München.
Schließlich führte ihn sein Weg in die Schweiz, ins Fünf-Sterne-Hotel Chedi Andermatt – für ihn die „Champions League“ der Hotellerie. Überall sammelte er wertvolles Wissen, perfektionierte seine Techniken und entdeckte seine Leidenschaft für hochwertige Cocktails und das dafür notwendige Handwerk.
„Ich bin Spirituosensommelier und Weinsommelier, habe meinen Master of Spirits gemacht und bin Barista. Ich habe, denke ich, jede Ausbildung gemacht, die man sich vorstellen kann. Mein Schwerpunkt liegt auf Spirituosen. Ich bin Master of Modern Bartending, war 2022 im Halbfinale der Diageo World Class für Deutschland und 2023 im Finale, also unter den Top 8 in Österreich“, erklärt er.
Mit diesem Erfahrungsschatz kehrt er nun nach Bayreuth zurück.
Qualität als oberstes Prinzip: Craft-Cocktails
Max legt größten Wert auf Qualität – von den Zutaten bis hin zur Zubereitung. „Wir machen Craft-Cocktails und setzen dabei auf absolute Handarbeit.“ Jeder Sirup, jede Infusion und selbst Fermentationen werden von seinem Team frisch hergestellt. Auch moderne Küchentechniken wie Redestillation, Ultraschall-Infusion oder besondere Garnierungen gehören zum Repertoire.
„Diese Leidenschaft für das Detail kommt aus meiner Erfahrung in der Fünf-Sterne-Hotellerie. Bei uns zählt immer Qualität statt Quantität – alles ist frisch, alles ist sorgfältig zubereitet.“
So verzichtet er bewusst auf bekannte Drinks wie den „Sex on the Beach“ oder den „Touchdown“. Der Grund ist einfach: Für ihn ist der dafür nötige Cranberrysaft nicht in ausreichender Qualität erhältlich. „Wenn ich einen Liter Saft im Einkauf für 13 Euro besorgen müsste, müsste der Cocktail später fast 17 Euro kosten. Das passt für mich nicht“, erklärt er.
Im „Sip & Savor“ liegt der Anspruch nicht nur auf dem, was serviert wird, sondern auch auf dem Wie. Der Gastgeber legt großen Wert darauf, dass jeder Gast den passenden Service erhält und die Zeit in der Cocktailbar in vollem Umfang genießen kann.
Schon gelesen? Wolffenzacher in neuer Hand: Was Investor Andreas Thies in Bayreuth plant.
Das Angebot in „Sip & Savor“
Bis Ende des Jahres möchte er rund 1.500 verschiedene Spirituosen im Sortiment haben. Schon jetzt besitzt er eine umfangreiche private Sammlung, die er nach und nach in die Bar integriert. Damit wird „Sip & Savor“ zu einer der vielseitigsten Cocktail-Adressen der Region.
Das Team will die Cocktailkultur der Großstädte nach Bayreuth bringen. Gäste können sich auf Getränke freuen, die nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch überraschen. Signature-Cocktails werden in außergewöhnlichen Gläsern serviert, etwa in Form eines High Heels, sodass das Cocktail-Erlebnis ganzheitlich erlebt wird.
Dennoch will der Cocktailmeister preislich fair bleiben: die alkoholfreie Mocktails kosten ab 8,90 Euro, Signature-Drinks liegen bei 12 Euro. „Wenn jemand 12 Euro für einen Cocktail ausgibt, soll er auch die entsprechende Qualität bekommen“, betont er.
„Wir bieten Espresso, Doppio und Cappuccino an, aber im Mittelpunkt steht unsere Cocktailbar.“ Softdrinks oder Tee gibt es nicht, eine Fritz Cola oder Cola Zero ist jedoch erhältlich. Dazu werden hausgemachte, frisch zubereitete Limonaden und kreative Mocktails serviert. Außerdem gibt es Wein, Weißwein, Rosé und Prosecco.
Essen wird in der Bar nicht angeboten – abgesehen von kleinen, ebenfalls hausgemachten Snacks wie Nüsse, Chips oder Edamame-Bohnen.
„Bei uns gibt es keine Reservierungen – einfach vorbeikommen und sich setzen.“
Atmosphäre
In den Räumen des ehemaligen 8tto Grammi entsteht ein stilvoller Ort, an dem die Gäste die Kunst des Cocktailmixens erleben können. Ergänzt wird das Angebot durch eine Terrasse mit zunächst sechs bis acht Tischen. Schritt für Schritt plant das Team, die Außenplätze zu erweitern, ohne sofort eine große Bestuhlung aufzustellen.
Max gestaltet seine Cocktailbar locker und einladend, gelegentlich mit einem leicht oldschooligen Touch – auch bei der Musikauswahl. Ein abwechslungsreicher Mix sorgt dafür, dass sich Gäste aller Altersgruppen wohlfühlen. Es gibt keinen Dresscode und keine besonderen Zugangsbeschränkungen. Max betont, dass in seiner Bar wirklich jeder willkommen ist, der Lust hat, die Cocktailkultur kennenzulernen.
Wer also Lust auf handwerklich gemixte Drinks hat, sollte die Augen offen halten – und vielleicht zu den ersten gehören, die in der neuen Cocktailbar anstoßen.











Symbolbild: Pixabay
© News5/Roland Wellenhöfer