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Baustelle

Friedrichsforum Bayreuth: Erste Führungen bestätigt

Der aktuelle Quartalsbericht zum Baustand des Friedrichsforums in Bayreuth macht vorsichtig Hoffnung auf einen guten Abschluss. Zugleich zeigt er, dass weiterhin Unsicherheiten bestehen. In Stein gemeißelte Termine für den Betrieb gibt es noch nicht. Allerdings sind nun die ersten öffentlichen Führungen bestätigt.

Georg Kämpf (BG) brachte die Stimmung vieler Stadträte auf den Punkt. Rückblickend sprach er von Jahren, in denen Quartalsberichte „Gänsehaut“ verursacht hätten. Nun sei eine positive Entwicklung erkennbar. „Was lange währt, wird endlich gut. In dem Fall muss man sagen: Was sehr, sehr lange währt, wird hoffentlich sehr, sehr gut“, sagte Kämpf.

Mit Blick auf das Ende der aktuellen Stadtratsperiode verband er damit die Hoffnung, dass das Projekt im März einen greifbaren Abschluss findet.

Im Februar könnte es einen öffentlichen Termin geben

Fast symbolisch: Mitte Februar sollte ursprünglich der erste größere Termin im Friedrichsforum stattfinden. Der 14. Februar galt noch im November 2025 als möglicher Startpunkt. Dieser Termin wurde abgesagt.

Erste Führungen durch das Friedrichsforum

Auf ihren Social Media Kanälen teilten die Verantwortlichen nun mit, dass am 14. Februar Führungen angeboten werden. Die Teilnahme ist kostenlos, Plätze müssen aber dennoch auf der Website des Friedrichsforums gebucht werden. Geplant sind 23 Führungen mit jeweils 20 Plätzen.

Quartalsbericht weckt vorsichtige Hoffnung

Projektsteuerer Maximilian Loos (Drees & Sommer) beschrieb den Stand der Arbeiten insgesamt positiv, aber zurückhaltend. Das Projekt befinde sich „auf einem guten Weg“. Gleichzeitig machte er deutlich, dass noch mehrere Schritte erfolgreich abgeschlossen werden müssten, bevor endgültige Entwarnung gegeben werden könne.

Die bauliche Fertigstellung ohne Inbetriebnahme sei bereits Ende Dezember 2025 erreicht worden. Einzelne Restarbeiten liefen noch bis in den Januar und Februar hinein. Parallel dazu fänden Reinigungsarbeiten sowie Vorbereitungen für die technische Inbetriebnahme statt.

„Es ist noch zu früh für eine absolute Zusage, aber wir sind zuversichtlich“, sagte Loos.

Kosten: Gesamtsumme liegt bei rund 120 Millionen Euro

Zu Beginn der Sitzung ging Baureferentin Urte Kelm auf offene Fragen zu den Kosten ein. Die zuletzt genannte Prognose von 114,8 Millionen Euro hatte insbesondere wegen der Außenanlagen für Nachfragen gesorgt. Kelm stellte klar:

„Der Gesamtbetrag liegt bei rund 120 Millionen Euro und umfasst die Gesamtmaßnahme einschließlich der Außenanlagen.“

Brandschutz und Termine weiter im Fokus

Ein zentrales Thema bleibt der Brandschutz. Stephan Specht (CSU) wollte wissen, was mit der für Januar angekündigten Finalisierung des Brandschutznachweises gemeint sei. Loos erläuterte, dass es sich um die abschließende Zusammenstellung und Anpassung der Unterlagen handle. „Wir sind jetzt dabei, diese ganze Unterlage als ein finales Konzept vorzulegen“, so der Projektsteuerer.

Die eigentliche Brandschutzabnahme erfolge später und erst nach den notwendigen Sachverständigenabnahmen der technischen Anlagen. Teilabnahmen habe es bereits gegeben.

„Das Gebäude ist noch nicht so weit“

Auch der sogenannte kleine Saal war Thema. Er liegt am Ende des länglichen Gebäudes zwischen Gießmarkt und Hofgarten. Loos stellte klar, dass der kleine Saal nahezu fertig sei. Verzögerungen habe es lediglich bei einzelnen baulichen Leistungen gegeben, etwa in angrenzenden Bereichen.„Das hat aber keine direkte Auswirkung auf den kleinen Saal an sich als Räumlichkeit“, betonte er.

Thomas Bauske (SPD) sah sich dadurch in seiner Einschätzung bestätigt. Die frühere Entscheidung, keinen Eröffnungstermin Mitte Februar festzulegen, sei richtig gewesen. „Das Gebäude ist halt noch nicht so weit, dass man Veranstaltungen drin stattfinden lassen kann“, sagte Bauske. Insgesamt sei das Projekt auf einem guten Weg, bleibe aber risikobehaftet – „business as usual“.

Offene Punkte und Zeichen, dass es tatsächlich gut geht

Sabine Steininger (Grüne) kritisierte ein Sternchen im Zeitplan beim Großen Saal, das auf den noch offenen Umbau der Regieschale hinwies, jedoch nicht näher erläutert wurde. Loos entgegnete, es handle sich dabei um kein Standardbauteil. Zum Zeitpunkt des Berichts habe es daher keine belastbare Terminierung gegeben. Ziel bleibe eine Fertigstellung vor April – am 17. April sollte die erste Veranstaltung im Großen Saal stattfinden – verbindliche Aussagen seien jedoch erst nach finaler Beauftragung möglich.

Das „Sorgenkind“, wie Stephan Specht das Friedrichsforum nennt, lässt die Stadträte also noch nicht ruhen. Führungen im Februar könnten ein erstes Zeichen dafür sein, dass alles gut verläuft – ebenso der Beginn des Vorverkaufs für den ersten Termin in April.