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Gemeinsam mehr Stadtgrün: Bayreuth zahlt Zuschüsse
Bayreuth soll grüner werden, und die Stadt zahlt mit. Mit dem Förderprogramm „Blau-Grünes Bayreuth“ unterstützt die Stadt private Begrünungs- und Entsiegelungsprojekte mit bis zu 50 Prozent der Kosten. Ob Baum, Fassade oder Gemeinschaftsgarten, Privatpersonen, Vereine und Unternehmen können profitieren.
Versiegelte Flächen heizen sich auf und geben die Wärme an ihre Umgebung ab. Diesen Wärmeinseleffekt spüren Städte im Sommer immer deutlicher. Begrünung und Entsiegelung wirken dagegen: Pflanzen kühlen durch Verdunstung, beschatten Wände und Dächer und halten Regenwasser zurück.
Genau hier setzt das Förderprogramm „Blau-Grünes Bayreuth“ an. Die Stadt bezuschusst freiwillige Maßnahmen, die das Stadtklima verbessern, Habitate für Flora und Fauna schaffen und die Abwasserkanäle entlasten. Voraussetzung ist, dass kein gesetzlicher Zwang zur Umsetzung besteht.
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Blau-Grünes Bayreuth fördert sechs Maßnahmentypen
Baumpflanzung
Wer einen standortgerechten Laubbaum oder Obstbaum pflanzt, erhält bis zu 1.000 Euro Zuschuss. Der Baum muss dreimal verpflanzt sein, einen Mindeststammumfang von 12 bis 14 Zentimetern aufweisen und über einen durchwurzelbaren Bodenraum von mindestens 12 Kubikmeter verfügen.
Entsiegelung
Plätze, Einfahrten, Höfe oder Steingärten lassen sich mit bis zu 1.000 Euro fördern, Steingärten mit bis zu 500 Euro. Förderfähig sind ausschließlich vollflächige Entsiegelungen ab einer Mindestfläche von 4 Quadratmetern, die anschließend begrünt werden.
Fassadenbegrünung
Bodengebundene Kletterpflanzen mit Kletterhilfe bringen bis zu 1.500 Euro, wandgebundene Modulbegrünungen bis zu 2.000 Euro. Die Mindestfläche beträgt 8 Quadratmeter bei bodengebundener und 6 Quadratmeter bei wandgebundener Ausführung. Einfache Hängepflanzen am Balkon zählen nicht dazu.
Dachbegrünung
Intensive Begrünungen auf Dächern werden mit bis zu 1.000 Euro bezuschusst, extensive Begrünungen auf Schrägdächern mit bis zu 750 Euro. Einfache extensive Begrünungen auf Flachdächern bleiben außerhalb der Förderung.
Gemeinschaftsprojekte
Urban-Gardening-Flächen, Pocket Parks oder Pergolas in Gemeinschaftsnutzung erhalten bis zu 1.000 Euro. Bedingung ist, dass mindestens vier verschiedene Haushalte die Fläche regelmäßig nutzen können.
Zisternen
Wer eine fest installierte Regenwasserzisterne mit mindestens 1,5 Kubikmetern errichtet, bekommt bis zu 500 Euro, bei mehr als 3 Kubikmetern bis zu 1.000 Euro. Einfache Regentonnen und Neubauprojekte sind nicht förderfähig.
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Der Weg zum Fördergeld
Wer ein Projekt plant, füllt den Antrag auf Gewährung eines Kostenzuschusses aus und reicht ihn bei der Stadt ein. Unternehmen und Selbstständige legen zusätzlich eine De-minimis-Erklärung bei.
Alle Formulare und die vollständige Förderrichtlinie stellt die Stadt Bayreuth auf ihrer Webseite bereit.
Foto: Polizei Oberfranken Theaterstück über Alkohol und Gruppenzwang feiert Premiere in Kulmbach
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Wahnfriedstraße 1: das Chamberlain-Haus, Sitz des Jean-Paul-Museums und des Kulturamts Bayreuth. Archivfoto: bt-Redaktion 











Gut gelaunt beim Spatenstich (von links): Sebastian Zwenzner (Bürgermeister Warmensteinach), Michael Schreier (Bürgermeister Bischofsgrün), Landrat Florian Wiedemann, Bernhard Kraus (2. Bürgermeister Fichtelberg), Winfried Pfahler (Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg), Matthias Dotzler (LEADER-Koordinator für Oberfranken), Markus Döhla (Geschäftsführer des Zweckverbands zur Förderung des Tourismus und des Wintersports im Fichtelgebirge) und Kai Siebdrath (Geschäftsführer der Schneestern GmbH).
Symbolfoto: Pixabay