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Internationaler Gesangswettbewerb kehrt nach Bayreuth zurück
Zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele kehrt der Internationale Wettbewerb für Wagner-Stimmen nach 23 Jahren zurück nach Bayreuth. Im Friedrichsforum wird der hochdramatische Wettbewerb stattfinden.
Der vom Richard-Wagner-Verband International e. V. ausgerichtete Wettbewerb fand zuletzt 2003 in Bayreuth statt. Damals gewann Annalena Persson den ersten Preis und den Zuschauerpreis – ein Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere als Sopranistin auf der Opernbühne und darüber hinaus.
Die besondere Herausforderung: Wagner singen
Wagners Musik zu singen ist selbst unter Opernsängerinnen und -sängern eine hohe Fertigkeit. Seine Werke fordern Kraft und vor allem Ausdauer für die dramatischen Erzählungen, die sich über Stunden erstrecken und von großen Orchestern begleitet werden.
Geschichte und Nachwuchsförderung
Der erste Internationale Gesangswettbewerb für Wagner-Stimmen fand 1994 in Strasbourg statt. Er versteht sich als Nachwuchsförderer: Zugelassen werden Teilnehmende, die am Beginn ihrer Bühnenlaufbahn stehen, im Höchstalter von 35 Jahren.
Bayreuth wird Schauplatz des 10. Wettbewerbs sein. Der erste Preis ist nicht nur mit Anerkennung verbunden, sondern auch mit einem Preisgeld von 15.000 Euro. Der Wettbewerb wird unterstützt durch die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e. V., den Kulturfonds Bayern, die Stadt Bayreuth, die Oscar und Vera Ritter-Stiftung sowie die Adalbert Zajadacz Stiftung.
Wiederbelebung nach pandemiebedingter Pause
Der Wettbewerb findet normalerweise alle drei Jahre statt. Seit 2018 blieb er jedoch – unter anderem pandemiebedingt – aus. Nun feiert er mit „Wagner-Stimmen 2026“ erstmals wieder eine Neuauflage, und zwar in Bayreuth im 150. Jubiläumsjahr der Bayreuther Festspiele.
Mit Wagner-Stimmen 2026 möchte der Richard-Wagner-Verband Bayreuth e. V. den Ort Bayreuth als Heimstätte des Wagner-Erbes und das Festspielhaus als wegweisenden Standort für den Gesangswettbewerb etablieren. In Kooperation mit den Bayreuther Festspielen und der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth soll das neue Kulturhaus Friedrichsforum die Bühne dafür bieten. Eine Wiedergeburt des Gesangswettbewerbs auf ganz besondere Weise.
Nach der Erstauswahl und Vorrunde gibt es die Möglichkeit, den Wettbewerb live zu erleben: Tickets für das Semifinale (8. August) und das Finale (11. August) sind bereits im Vorverkauf auf der Webseite der Wagner-Stimmen erhältlich.
Rekordteilnahme: 278 Bewerbungen aus 39 Ländern
„Extrem rasant und erfreulich hat sich die Anzahl der Bewerbungen entwickelt. 278 Sängerinnen und Sänger aus 39 Ländern haben sich beworben, darunter 125 Soprane, 41 Mezzosoprane, 10 Altistinnen, 45 Tenöre, 30 Baritone und 27 Bässe. Eine zweistellige Anzahl von Bewerbungen gibt es jeweils aus Südkorea, den USA, China, Finnland und Deutschland“, so der Richard-Wagner-Verband Bayreuth e. V.
Ablauf: Semifinale und Finale
Das Semifinale wird von den ausgewählten Sängerinnen und Sängern in einem öffentlichen Konzert im Balkonsaal des Friedrichsforums am 8. August 2026 präsentiert. Zwei Musikstücke werden vorgetragen: eines davon verbindlich aus einer Oper von Richard Wagner, das zweite nach freier Wahl – es kann ebenfalls von Richard Wagner sein. Die Reihenfolge des Vorsingens erfolgt durch Auslosung. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden von der Fachjury beurteilt, die insgesamt sechs Finalistinnen und Finalisten benennt.
Das Finale wird auch als öffentliches Konzert am 11. August 2026 im Großen Saal des Friedrichsforums unter der Leitung von Axel Kober mit Mitgliedern des Orchesters der Bayreuther Festspiele ausgetragen. Das Programm enthält ausschließlich Werke von Richard Wagner und wird von den Kandidatinnen und Kandidaten im Einvernehmen mit dem musikalischen Leiter und der Vorsitzenden der Fachjury endgültig festgelegt.
Bei der Übergabe des „Lösegelds“ für den Bayreuther Maibaum. © Stadt Bayreuth Maibaum-Diebstahl in Bayreuth: Bier und Spanferkel als „Lösegeld“ gefordert
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Richard Wagner Nationalarchiv ©RIWA Museum Bayreuth 











Der Große Saal im Friedrichsforum. © bt-Redaktion
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