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Josh Island mit neuem Album „Imaginary Borders“ live im ZENTRUM
Der luxemburgische Singer-Songwriter Josh Island macht am Samstag, 21. März, Station in Bayreuth und bringt dabei sein frisch erschienenes Album „Imaginary Borders“ mit.
Die aktuelle Tournee trägt denselben Namen wie das neue Album „Imaginary Borders“, das am 6. März erschienen ist. Das ist kein Zufall, denn der Gedanke dahinter zieht sich durch alles, was Josh Island derzeit macht. Die „Imaginary Borders Tour“ führte ihn bereits durch Göttingen, Heidelberg, Gettorf und Hameln, bevor er in Berlin gastierte. Bayreuth ist der sechste Stopp und damit ungefähr Halbzeit, danach geht es weiter nach Augsburg.
Josh Island legt großen Wert darauf, dass ein Konzert kein reines Abspielen von Songs ist. „Ein Live-Set sollte abwechslungsreich, interaktiv und emotional sein. Der Kontakt zum Publikum ist mir sehr wichtig“, sagt er. Mit den neuen Songs binde er „frische Sounds und persönliche Geschichten“ ein, um dem Abend „die Dynamik einer Reise zu geben“.
Soul, Folk und Pop mit klaren Einflüssen
Catchy Singer-Songwriter-Pop mit starken Soul- und Folk-Einflüssen erwartet das Publikum. Ein Blick auf seine Vorbilder hilft beim Einordnen. Dave Matthews, Sting, Hozier, Gavin James und Jamie Cullum stehen für emotionales Gewicht und spielerische Leichtigkeit. Seine Musik bleibt im Ohr, ohne seicht zu wirken.
Zum neuen Material kommen bekannte Stücke wie „Patio Blues“, „Charles ’n James“, „Pennies From Heaven“ und „Rewind“. Songs, die „einfach Spaß machen und mir emotional immer noch sehr nah sind“, wie er sagt. Wer sie kennt, wird sie wiedererkennen. Wer sie noch nicht kennt, versteht schnell, warum sie weiterhin gespielt werden.
Besonders verbunden fühlt sich Josh Island dem Publikum in Bayreuth. Bei Auftritten entdeckt er immer wieder bekannte Gesichter. „Das ist für einen Indie-Künstler etwas sehr Besonderes“, sagt er.
Wer ihn bei früheren Konzerten im ZENTRUM erlebt hat, kennt ihn möglicherweise noch im Duo mit Drummer Pedro. Diesmal reist er als Trio an. Pedro ist wieder dabei. Neu hinzu kommt Bassist Achal Murthy, der dem Sound zusätzlich Fundament und Wärme verleiht. Das Trio sorgt für mehr Dynamik und Raum für Spannungsbögen.
Tickets und Infos
Wo? Kleinkunstbühne im ZENTRUM, Bayreuth
Wann? Samstag, 21. März
Einlass: 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr
Tickets: 16,52 Euro, ermäßigt 11,34 Euro (eventim-light.com)
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Ein Künstler, der Grenzen hinterfragt und persönliche Themen verarbeitet
„Musik kann Mauern durchbrechen. Wir leben in einer sehr gespaltenen Gesellschaft, in der wir zwischen ‚wir‘ und ‚sie‘ unterscheiden, aber am Ende sind wir alle Menschen.“
Das klingt nach großer Geste, ist bei Josh Island jedoch geerdet und persönlich. Er berichtet offen, dass ihn Kriege und gesellschaftliche Spaltungen tief berühren und ihm Angst machen. Gleichzeitig stößt er beim Songwriting selbst an Grenzen. Themen, die ihn nervös oder ängstlich machen, lernt er erst im Schreiben zu überwinden.
Musik ist für ihn „ein Mittel des Protests, aber auch dazu, diese Gefühle selbst zu verarbeiten“. Seine Songs sind keine reinen politischen Statements, sondern der Versuch, ehrlich zu sein.
„Es ist interessant, wie man plötzlich einen roten Faden bemerkt, der sich durch alle Songs zieht, ohne vorher über das Thema nachgedacht zu haben, ich habe einfach angefangen zu schreiben“, sagt er über den Entstehungsprozess.
Der rote Faden ist die Frage nach den Mauern, die Menschen um sich herum errichten, gegenüber anderen Menschen, der Welt und auch sich selbst.












Amadeo von bei Peppino präsentiert mit einem Print-Ausdruck und der Pizza in der Hand seine Familiengeschichte. ©Olena Albert
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