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Friedrichsforum

„Keine Stadthalle 2.0“: Roddays Vision und große Eröffnungsfeier im Friedrichsforum

Das Friedrichsforum Bayreuth befindet sich auf der Zielgeraden, sagt Leiter Björn Rodday. Erste Veranstaltungen stehen fest, im Oktober folgt eine große, offene Eröffnung als Kulturhaus für alle.

Noch vor dem offiziellen Start des lange erwarteten Friedrichsforums beginnt im April die Probezeit. Erste Führungen durch das Gebäude zeigten bereits, wie groß das Interesse ist, das Haus selbst zu erleben. „Hunderte Menschen haben sich auf Wartelisten eingetragen“, sagte Leiter Björn Rodday. Beim Runden Tisch des Kulturamts Bayreuth heizte er die Erwartungen der Kulturschaffenden mit einer Rede weiter an.

Auftakt im April: Probebetrieb beginnt auf der Zielgeraden

Der Bau befindet sich laut Rodday „auf der Zielgeraden“. In den kommenden Monaten startet ein fließender Probebetrieb. Dabei werde getestet, „was können wir auf die Bühne bringen, wo können wir Kooperationen schmieden, was können wir alles an Kultur machen“.

Den Auftakt bildet am 17. April 2026 ein Konzert mit rund 130 jungen Musikerinnen und Musikern des Bundesjugendorchesters und des Bundesjazzorchesters.

„Es ist ein sehr schönes Signal, weil es gleich ein Auftakt für den Nachwuchs ist.“

Keine Stadthalle 2.0

Für Rodday ist das Friedrichsforum mehr als ein Ersatz für die frühere Stadthalle. „Ich möchte keine Stadthalle 2.0“, sagte er. „Das Friedrichsforum soll sich bewusst emanzipieren.“

Statt eines klassischen Mehrzwecksaals soll ein Ort entstehen, der programmatisch gestaltet ist und neue kulturelle Impulse setzt. Rodday formuliert den Anspruch deutlich:

„Das Friedrichsforum ist kein reiner Tempel der Hochkultur, sondern ein Haus der Gegenwartskultur.“

Das Programm soll bewusst offen sein:

„Von der klassischen Oper bis zum Metal-Konzert, von Funk bis Streetdance, vom Ballett bis zur Open Stage – alles kann hier stattfinden.“

Unterschiedliche Räume für verschiedene Formate

Dafür bietet das Gebäude mehrere flexibel nutzbare Spielstätten. Der Große Saal lässt sich je nach Bedarf als Theaterraum, Konzertsaal oder offene Veranstaltungsfläche ohne Bestuhlung nutzen. Der Balkonsaal eignet sich für Kammermusik, Theater oder Pop-Konzerte, während der Kleine Saal mit rund 200 Plätzen kleinere Produktionen, Jugendtheater oder Filmformate ermöglicht.

Ergänzt wird das Haus durch Ausstellungsflächen wie den Hofgartensaal sowie offene Bereiche, Galerien und Foyers. Damit sollen auch Projekte außerhalb klassischer Bühnenformate möglich werden.

Vereine und Kulturschaffende sollen das Haus mitgestalten

Ein zentrales Ziel ist die Einbindung der lokalen Kulturszene. „Mit den Vereinen und Initiativen in Bayreuth und der Region soll sich das Haus öffnen“, sagte Rodday. Kulturschaffende seien ausdrücklich eingeladen, eigene Ideen einzubringen:

„Wir versuchen alles zu ermöglichen, was wir unterstützen können.“

Das Friedrichsforum versteht sich dabei auch als Treffpunkt für Workshops, Bildungsangebote und Kooperationen mit Schulen und der Universität – ein offener Ort für Beteiligung.

Große Eröffnung mit Vereinen im Oktober geplant

Der reguläre Spielbetrieb beginnt im Oktober mit einem großen Eröffnungswochenende, so Rodday. Geplant sind offene Türen, ein Kulturprogramm im gesamten Gebäude sowie Präsentationen lokaler Initiativen – eine große Feier für ganz Bayreuth, für die ganze Region.

„Wir wollen ermöglichen, dass sich alle kulturschaffenden Vereine an diesem Wochenende präsentieren können“, sagte Rodday.

Auch im Außenbereich ist ein Markt mit regionalen Angeboten geplant.

„Bayreuth hat wahnsinnig viel kulturelles Potenzial, das wir gemeinsam entwickeln können“, sagte Rodday. Ziel sei es, gemeinsam mit Kulturschaffenden einen „gestalterischen roten Faden“ und einen kulturellen Spannungsbogen für das neue Haus zu entwickeln.

Kontakt: www.friedrichsforum.de/kontakt