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Hoffnung für die Kita Altstadt: Stadt prüft Ankauf
von bt-Redaktion am 7. Juni 2025, Update von Stefanie Schweinstetter am 10. November 2025
Die Stadt Bayreuth prüft den Ankauf des Gebäudes, in dem sich die Kita Altstadt befindet. Sozialreferentin Manuela Brozat zeigte sich im Jugendausschuss am 10. November zuversichtlich.
Es gibt Hoffnung für die von der Diakonie betriebene Kita Altstadt: Das erwartete Wertgutachten der Immobilie ist mittlerweile bei der Stadtverwaltung eingegangen. Das berichtete Sozialreferentin Manuela Brozat im Jugendausschuss am 10. November. Das Gutachten war in Auftrag gegeben worden, um zu prüfen, ob ein Ankauf des alten Gebäudes durch die Stadt Bayreuth sinnvoll ist. Grund für die Prüfung ist, dass die Diakonie den Betrieb der Kita ab 2028 aufgrund hoher Sanierungskosten nicht mehr fortführen kann.
Stadt „zuversichtlich“
„Aufbauend auf dem Gutachten sind wir bereits im Gespräch mit dem Gesamtkirchenverband“, sagte Manuela Brozat. „Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass die Stadt den Weiterbetrieb der Kita ermöglichen kann.“ Außerdem werde geprüft, ob die Betreuungskapazität am Standort ausgeweitet werden könne.
Bereits im Juni hatten die Fraktionen im Stadtrat darauf hingewiesen, dass rund 50 Plätze in der Altstadt bedroht sind und forderten, mehrere Lösungen zu prüfen. Darunter war auch der mögliche Ankauf der Immobilie durch die Stadt.
Mit dem neuen Wertgutachten und den laufenden Gesprächen mit der Kirchengemeinde wächst die Hoffnung, dass die Kita langfristig erhalten und vielleicht sogar erweitert werden kann.
Artikel vom 7. Juni: Sorge um 50 Kindergartenplätze in der Altstadt
Im Antrag von BG, JB und FDP wird ein Zitat von Sozialreferentin Manuela Brozat aufgegriffen:
„Ein detailliertes Konzept, um den Kindern der betroffenen Familien eine nahtlose Betreuung zu ermöglichen, existiert noch nicht.“
Auch wurde die Öffentlichkeit bisher nicht informiert – stattdessen fand nur eine direkte Kommunikation mit den Eltern statt.
Antrag zur Prüfung von Alternativen
Die Fraktionen fordern die Stadt auf, mehrere Lösungen zu prüfen:
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Nutzung des benachbarten Gebäudes Fantaisiestraße 6:
Dieses gehört der GEWOG (eine 100-prozentige Tochter der Stadt) und wird bereits teilweise vom Kindergarten genutzt. Hier soll geprüft werden, ob eine weitere Kindergartengruppe oder ein Hort zur Ganztagsbetreuung eingerichtet werden kann. -
Fördermittel für Ganztagsausbau nutzen:
Die Stadt oder die GEWOG soll prüfen, ob Fördermittel aus dem Landesprogramm „Ganztagsausbau“ beantragt werden können. Ziel ist es, den Standort langfristig zu sichern. -
Kooperation mit Diakonie und Kirchengemeinde:
Die Stadt soll in Gespräche mit der Diakonie und der Kirchengemeinde treten, um eine Gesamtlösung unter Trägerschaft der Diakonie zu ermöglichen.
Ankauf des Gebäudes als mögliche Lösung
Zusätzlich soll die Verwaltung klären, ob ein Kauf des Gebäudes Fantaisiestraße 6 ½ durch die Stadt oder GEWOG sinnvoll und machbar ist. Dabei soll auch berücksichtigt werden, dass die Stadt 2024 eine neue Heizungsanlage auf eigene Kosten eingebaut hat.
Im Rahmen einer Anfrage gemäß § 16 der Geschäftsordnung soll außerdem ermittelt werden:
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Wer Eigentümer des angrenzenden Flurstücks Nr. 2890 ist.
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Ob für das Gebäude Fantaisiestraße 6 ½ bereits ein Wertgutachten vorliegt.
Fraktionen warnen vor Verschärfung des Betreuungsmangels
Mit der möglichen Schließung würden rund 50 dringend benötigte Betreuungsplätze wegfallen. Die Fraktionen betonen die Bedeutung des Standorts – auch im Hinblick auf den kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026. Der Kindergarten liegt ideal zwischen zwei Grundschulen und sollte aus Sicht der Antragsteller unbedingt erhalten bleiben.











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