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Krippelösung für Saas mit Synergie-Effekten am Erikaweg
Nach jahrelangem Ringen hat der Bayreuther Stadtrat eine Entscheidung getroffen. Die maroden Krippencontainer im Stadtteil Saas bekommen einen Nachfolger, und der Standort bringt echten Mehrwert. Eine neue Containeranlage entsteht direkt im KiTa-Garten am Erikaweg.
Fünf Jahre länger als geplant standen die provisorischen Krippencontainer in der Glockenstraße. Was 2019 als Zwischenlösung für zwei Jahre gedacht war. Nun beschloss der Stadtrat am 29. April 2025 den nächsten Schritt.Der Weg war alles andere als geradlinig.
Seit 2024 prüfte die Verwaltung verschiedene Standorte. Vorschlag für Vorschlag lehnte der Stadtrat ab, zuletzt im Dezember 2025 das Konzept für die Jakobstraße. Daraufhin erhielt die Verwaltung den Auftrag, erneut Alternativen zu suchen und dabei besonders den Bereich rund um den Kindergarten am Erikaweg zu berücksichtigen.
Krippelösung für Saas mit Synergie-Effekten am Erikaweg überzeugt
Drei Optionen standen zuletzt auf dem Tisch. Die Verwaltung prüfte einen Neubau auf dem städtischen Grundstück nördlich der KiTa, einen Umbau am bisherigen Standort in der Glockenstraße sowie eine Containerlösung direkt im Garten der bestehenden KiTa am Erikaweg 38.
Die ersten beiden Varianten schieden aus nachvollziehbaren Gründen aus. Ein Standort nahe der Trafostation (auf Höhe Lilienweg 15) hätte keine Verbindung zur bestehenden Einrichtung geboten, so die Verwaltung. Zudem wären dort eigene Funktionsräume, Parkplätze und ein Außengelände nötig geworden, was die Kosten deutlich erhöht hätte. Ein Umbau in der Glockenstraße wiederum hätte die Betreuung für mindestens sechs Wochen unterbrochen und die sanierte Sportanlage der Lerchenbühlschule beeinträchtigt, heißt es weiter.
Die dritte Variante überzeugte hingegen auf ganzer Linie. Eine winkelförmige Containeranlage in der Nordostecke des KiTa-Geländes am Erikaweg lässt den bestehenden Außenspielbereich weitgehend unangetastet. Drei Gruppenräume mit WC-Anlagen entstehen neu, alle weiteren Funktionsräume nutzt die Krippe einfach im vorhandenen KiTa-Gebäude mit. Das spart Geld und schafft kurze Wege für Kinder, Eltern und Betreuungspersonal.
Auch die Kirchengemeinde als Grundstückseigentümerin stimmte zu, unter der Bedingung, dass sie keine Kosten trägt und die Container zu gegebener Zeit vollständig zurückgebaut werden. Die Diakonie als Träger signalisierte ebenfalls ihr grundsätzliches Einverständnis.
1,5 Millionen Euro und Betrieb ab 2027
Die Gesamtkosten belaufen sich laut Schätzung auf rund 1,5 Millionen Euro. Zunächst ist eine Nutzungsdauer von fünf Jahren vorgesehen. Weil die Container flexibel einsetzbar sind, kann die Stadt damit künftig auch auf Veränderungen bei Geburtenzahlen oder Bevölkerungsbewegungen reagieren.
Geplant ist die Nutzungsaufnahme zum Schuljahresbeginn 2027/2028. Damit das klappt, muss der Baudurchführungsbeschluss bis Mitte 2026 fallen. Als positiver Nebeneffekt verbessert der Neubau die Energiebilanz, weil die alten Mietcontainer einen deutlich höheren Wärmebedarf haben.
Bayreuth bekommt so eine Kindertagesbetreuung im Stadtteil Saas, die nicht nur funktioniert, sondern mit dem bestehenden Angebot am Erikaweg tatsächlich zusammenwächst.












Symbolbild: Pixabay
Gut gelaunt beim Spatenstich (von links): Sebastian Zwenzner (Bürgermeister Warmensteinach), Michael Schreier (Bürgermeister Bischofsgrün), Landrat Florian Wiedemann, Bernhard Kraus (2. Bürgermeister Fichtelberg), Winfried Pfahler (Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg), Matthias Dotzler (LEADER-Koordinator für Oberfranken), Markus Döhla (Geschäftsführer des Zweckverbands zur Förderung des Tourismus und des Wintersports im Fichtelgebirge) und Kai Siebdrath (Geschäftsführer der Schneestern GmbH).