Zuletzt aktualisiert am
Preisverleihung der Oberfrankenstiftung: 60.000 Euro an Preisgeldern vergeben
von bt-Redaktion
Die Oberfrankenstiftung hat am Dienstag, den 15. Oktober 2024, in der Villa Markgraf in Bayreuth eine Preisverleihung durchgeführt. In diesem Jahr wurden insgesamt 60.000 Euro an Preisgeldern vergeben.
Seit 1957 ehrt die Stiftung Persönlichkeiten und Institutionen für ihre außergewöhnlichen Leistungen in und für Oberfranken.
Ausgezeichnete Preisträger
Die Preisträger sind:
- Miriam Martín González und Yannic Hönle: Sie wurden für ihre wissenschaftlichen Leistungen im Bereich ihres Start-ups Myriad Garden ausgezeichnet.
- OHO Opferhilfe Oberfranken e. V.: Der Verein wurde unter der Leitung von Alfons Hrubesch für sein Engagement im sozialen Bereich gewürdigt.
- Tatjana Kaiser-Ruska und Georg Kaiser: Sie erhielten den Denkmalpflegepreis für ihr Engagement in Hohenberg an der Eger.
Regierungspräsident Florian Luderschmid betonte in seiner Begrüßung, dass die Oberfrankenstiftung seit ihrer Gründung 1927 über 520 Millionen Euro in Kunst, Kultur, Denkmalpflege, Soziales sowie Wissenschaft und Forschung investiert hat.
Innovative Ansätze im Indoor-Gardening
Miriam Martín González und Yannic Hönle überzeugten den Stiftungsrat mit ihrer visionären Idee im Bereich Indoor-Gardening. Ihr System ermöglicht den Anbau von bis zu 16 verschiedenen Pflanzen auf nur 0,15 m² Fläche, und das mit minimalem Wasser- und Pflegeaufwand.
Durch die innovative Aeroponik-Technologie und speziell entwickelte Pflanzen-LEDs gedeihen die Pflanzen ohne Erde und mit nur 1 % des üblichen Wasserbedarfs. „Ziel ist es, die Tradition Oberfrankens zu wahren und gleichzeitig neue, innovative Ansätze zu fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand in unserem Regierungsbezirk zu sichern“, so Luderschmid.
Sozialpreis für Opferhilfe Oberfranken
Die Laudatio zum Sozialpreis wurde von Bezirkstagspräsident Henry Schramm gehalten. Er lobte die hervorragende Arbeit der Opferhilfe Oberfranken, die Menschen unterstützt, die Gewalt erfahren haben oder unter den Folgen leiden. Der Verein erhielt ebenfalls 20.000 Euro zur Unterstützung seiner wichtigen Arbeit. „Die Opferhilfe hat eine wichtige Scharnierfunktion. Sie kennt die Beschwernisse der Betroffenen und vermittelt die passende Hilfe“, erklärte Schramm.
Denkmalpflegepreis für engagierte Bürger
Familie Kaiser engagiert sich seit vielen Jahren in der Denkmalpflege in Hohenberg an der Eger. In den letzten zehn Jahren haben sie vier größere Renovierungsprojekte realisiert, darunter die Umwandlung einer leerstehenden Dorfschreinerei in ein Feriendomizil und die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes. Aktuell renovieren sie das ehemalige „Brunnenstübl“ und die ehemalige „Ritterschänke“. Für ihr außerordentliches Engagement erhielten Tatjana Kaiser-Ruska und Georg Kaiser den Denkmalpflegepreis 2024 in Höhe von 20.000 Euro.
Bezirkspräsident Schramm betont: „Denkmalpflege erfordert nicht nur Restauratoren, sondern auch Handwerker, die alte Techniken beherrschen. Familie Kaiser zeigt, wie wichtig Fingerspitzengefühl und Präzision sind.“
Schon gelesen? Bayreuther Bürgerball 2024 – mit Bürgerstar-Verleihung.












Werner-Siemens-Straße vom 17. Oktober bis 29. November gesperrt. Quelle: OpenStreetMap www.openstreetmap.org/copyright
Foto: Stefanie Schweinstetter