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Regionale Klimakonferenz Oberfranken: Kommunen sollen Klimaschutz stärker vorantreiben
Kurz vor den Kommunalwahlen 2026 sehen Fachleute Städte und Gemeinden in einer Schlüsselrolle beim Klimaschutz. Eine regionale Klimakonferenz in Oberfranken (RegioCOP) hat dazu Ergebnisse und Forderungen vorgestellt.
Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen hat die Regionale Klimakonferenz Oberfranken (RegioCOP 2025) die Bedeutung kommunaler Maßnahmen für den Klimaschutz hervorgehoben. In 19 Teilkonferenzen diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mögliche Strategien für die Region.
Die Ergebnisse zeigen aus Sicht der Beteiligten, dass bereits zahlreiche Lösungsansätze vorhanden seien. Entscheidend sei nun, diese stärker zu vernetzen, interkommunale Kooperationen auszubauen und Kommunen personell sowie finanziell besser auszustatten.
Ergebnisse der Konferenz: Energie, Wasser und Mobilität als zentrale Themen
In den Teilkonferenzen wurde der Ausbau erneuerbarer Energien als zentraler Baustein genannt. Nach Einschätzung der Teilnehmenden könne eine stärkere Bürgerbeteiligung die Akzeptanz von Wind- und Solarprojekten erhöhen, während Kooperationen zwischen Stadtwerken Investitionen erleichtern könnten. Gleichzeitig wurde der Netzausbau als wichtiger Engpass der Energiewende bezeichnet.
Auch bei der Wärmeversorgung sehen Fachleute nach eigenen Angaben unterschiedliche Lösungen je nach örtlichen Bedingungen. Wärmepumpen könnten in vielen Fällen eingesetzt werden, während Wärmenetze insbesondere dort sinnvoll seien, wo mehrere Gebäude gemeinsam versorgt werden. Kommunen bräuchten hierfür zusätzliche Unterstützung bei Planung und Finanzierung.
Weitere Teilkonferenzen beschäftigten sich mit Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft, nachhaltiger Mobilität sowie Bildungs- und Beteiligungsfragen. Dabei wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass sinkende Grundwasserstände und längere Trockenperioden regionale Kooperationen in der Wasserversorgung wichtiger machten. Gleichzeitig könnten nachhaltige Flächennutzung und regionale Wertschöpfungsketten zur Anpassung an den Klimawandel beitragen.
Weitere Informationen und Ergebnisdokumente:
https://regiocop.de/regiocop-2025/
Resolution zur Kommunalwahl: Parteien sollen Klimaschutz stärker verankern
Im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen am 8. März 2026 verabschiedeten die Organisatoren eine Resolution, in der Kommunen als zentrale Ebene für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bezeichnet werden. Städte und Gemeinden hätten Einfluss auf Energieversorgung, Verkehrsplanung, Siedlungsentwicklung und Flächennutzung und könnten daher eine entscheidende Rolle beim Erreichen der Klimaziele spielen.
Die Unterzeichnenden rufen Parteien und Kandidierende dazu auf, Klimaschutz stärker in ihren Programmen zu berücksichtigen, wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage politischer Entscheidungen zu nutzen und gemeinsame lokale Strategien zu entwickeln. Gleichzeitig wird an die Landespolitik appelliert, Kommunen finanziell stärker zu unterstützen.
Resolution im Wortlaut und Mitzeichnung:
https://regiocop.de/resolution-2025/
Nach Einschätzung der Konferenzbeteiligten entscheidet sich ein großer Teil der praktischen Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene. Städte und Gemeinden verfügen über zentrale Planungs- und Steuerungsinstrumente und könnten damit wesentliche Beiträge zur Energiewende, zur Mobilitätswende und zur Anpassung an Klimafolgen leisten.
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