Zuletzt aktualisiert am
So will der Tierpark Röhrensee seine Vögel schützen
Bislang ist die Vogelgrippe noch nicht in Oberfranken angekommen. Im Tierpark Röhrensee machen sich die Verantwortlichen trotzdem schon Gedanken, was sie tun können, wenn das Risiko steigt.
Der Tierpark Röhrensee in Bayreuth beobachtet die Entwicklungen rund um die Vogelgrippe aufmerksam. „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Veterinäramt und bereiten alles vor, um im Ernstfall schnell reagieren zu können“, sagt Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer.
Kraniche und Flamingos besonders gefährdet
Im Tierpark leben zahlreiche Vogelarten in Volieren und Freigehegen. Dazu gehören Flamingos, Kraniche, Pfauen, Ibis und Wellensittiche. Es sind etwa 150, schätzt Robert Pfeifer. Außerdem leben Wildvögel wie Enten und Singvögel im Park. Sie sind unterschiedlich anfällig für die Geflügelpest. „Wir können nur die von uns gehaltenen Vögel schützen“, sagt Pfeifer. Besonders anfällig für die Geflügelpest sind Flamingos und Kraniche. Besonders Kraniche sind laut NABU hochgradig empfänglich für das Virus HPAIV H5N1. In den letzten Monaten kam es in Deutschland vermehrt zu Ausbrüchen mit teils massiven Sterblichkeiten. Andere Vögel wie Pfauen, heimische Singvögel oder Wellensittiche sind weniger anfällig.
Mögliche Maßnahmen vorbereitet
Robert Pfeifer und seine Mitarbeiter sorgen jetzt dafür, dass sie schnell reagieren können, wenn es einen bestätigten Fall in der Umgebung gibt.“Wir können dann die Volieren mit Folie abdecken, damit kein infizierter Wildvogel-Kot ins Gehege kommen kann“, erklärt er. „Flamingos und Kraniche kommen dann ins Haus und bleiben bis zur Entwarnung dort. Einen Teil der Vögel werden wir wahrscheinlich auch aus dem Park nehmen und in ein leerstehendes Gewächshaus in unserer Gärtnerei bringen, damit sie geschützt sind.“
Hygienestandards verschärft
Die Hygienestandards für das Personal sind bereits jetzt verschärft. Pfeifer berichtet: „Alle Mitarbeiter müssen Desinfektionsschwämme am Eingang passieren und Überziehschuhe tragen. Wir trennen die einzelnen Abteile, damit wir dir Krankheit nicht eventuell einschleppen.“
Für den Fall, dass ein Tier tatsächlich erkrankt, muss sofort das Veterinäramt eingeschaltet werden. Erkrankte Tiere zeigen je nach Art Symptome wie Benommenheit, Fieber oder Appetitlosigkeit. Bluttests sollen dann zeigen, wie durchseucht der Vogelbestand ist, erklärt Robert Pfeifer. „Eine Keulung wäre natürlich der absolute Worst Case, und wir tun alles dafür, dass das nicht erforderlich wird“, betont Pfeifer. Aktuell ist dieser Worst Case sehr unwahrscheinlich.
Ans Fütterungsverbot halten
Für Besucher ändert sich im Röhrenseepark bislang nichts. Begehbare Vogelgehege gibt es ohnehin nicht. Die Ausbreitung der Geflügelpest ist aber ein weiterer guter Grund, sich an das bestehende Fütterungsverbot im Tierpark zu halten.











Symbolbild: Pixabay
Adolf Riedl GmbH & Co. KG mit Sitz in Bayreuth. Quelle: bayreuth-wirtschaft.de © Stadt Bayreuth