Zuletzt aktualisiert am

neuseum

Spider-Man aus Bayreuth beantwortet Fragen im neuseum

Im Rahmen der neuen Reihe „Wir liefern Antworten“ beantwortet Thomas Scheibel, Lehrstuhlinhaber für Biomaterialien und Vizepräsident für Forschung an der Universität Bayreuth, Fragen rund um seine außergewöhnliche Arbeit: die Erforschung von Spinnenseide.

Am 7. August 2025 lädt die Universität Bayreuth zu einem besonderen Gesprächsabend ins Neuseum am Sternplatz ein. Die Veranstaltung ist Teil der Jubiläumsaktivitäten zum 50-jährigen Bestehen der Universität Bayreuth. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern einen direkten Austausch mit Forschenden zu ermöglichen – diesmal mit dem ‚Spider-Man‘ Thomas Scheibel.

Zeit: 18.15 – 20.00 Uhr
Ort: Neuseum am Sternplatz, 95444 Bayreuth (frühere Markgrafen-Buchhandlung)
Eintritt: frei
Anmeldung: nicht erforderlich

Warum Scheibel als „Spider-Man aus Bayreuth“ gilt

Wer im Internet nach „Spider-Man“ und „Bayreuth“ sucht, stößt schnell auf Scheibel. Seit 2001 erforscht er das Material, das Spinnen herstellen: Spinnenseide.

Faszinierende Eigenschaften von Spinnenseide

Spinnenseide ist:

  • extrem leicht und reißfest
  • bruchsicherer als Stahl
  • biologisch abbaubar
  • mikrobenabweisend und hautfreundlich

Sie eignet sich für Airbags, Sportbekleidung, medizinische Textilien und vieles mehr. Ein anschauliches Beispiel von Scheibel:

„Eine daumendicke Spinnenseide könnte einen Jumbo-Jet bei der Landung abbremsen.“

Pionierarbeit an der Universität Bayreuth

Das Forschungsteam hat entschlüsselt, wie Spinnen ihre Seide herstellen – und einen Weg gefunden, diese Proteine biotechnologisch nachzubauen.
Die synthetische Spinnenseide ist so belastbar und vielseitig wie das Original.

Blick in die Zukunft – von Filtern bis Herzgewebe

Modifizierte Spinnenseide könnte künftig:

  • Antibiotika aus Abwasser filtern
  • 3D-gedruckte Stützgerüste für Herzmuskelgewebe liefern
  • in der Biofabrikation für Ersatzgewebe genutzt werden