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SpVgg Bayreuth reagiert auf Spekulationen über Spieler und Finanzen
Anfragen an die SpVgg Bayreuth werden gebündelt über Geschäftsführerin Nicole Kalemba beantwortet. Mitunter bleiben Rückmeldungen aus und machen so den Weg für Spekulationen breit. Dazu äußert sich Kalemba nun.
Anfragen zur finanziellen Lage im Frühjahr 2025 blieben häufig unbeantwortet. Der Verein informiert nach eigener Einschätzung, wann er dazu bereit ist. Die finanzielle Lage galt dabei bewusst als sensibles Thema, da die Geschäftsführerin niemanden öffentlich in die Verantwortung ziehen wollte. Bleiben Antworten aus, entsteht jedoch Raum für Spekulationen.
In diesem Monat gerieten diese Spekulationen schließlich so sehr außer Kontrolle, dass die Sprecherin an die Öffentlichkeit trat, um Sachverhalte richtigzustellen und zugleich den bisherigen Kommunikationsstil des Vereins gegenüber den Medien zu begründen.
Neue Gerüchte sorgen für Unruhe
Im Januar standen mögliche Freigaben von Spielern und Rückschlüsse auf die finanzielle Lage des Vereins im Raum. Diese Gerüchte sorgten laut Verein sowohl intern als auch extern für Unruhe.
Geschäftsführerin weist Spekulationen zurück
In einem aktuellen Statement stellt Nicole Kalemba klar, dass viele der kursierenden Berichte nicht auf belastbaren Fakten beruhen. Seit rund 18 Monaten arbeite sie intensiv an wirtschaftlich tragfähigen Lösungen. Der Prozess sei komplex und benötige Zeit.
Dass derzeit keine detaillierten Angaben zur finanziellen Situation gemacht werden, sei eine bewusste Entscheidung. „Transparenz ist wichtig, ebenso aber Seriosität“, betont die Geschäftsführerin. Aussagen ohne gesicherte Fakten könnten falsche Erwartungen wecken.
Keine aktive Abgabe von Spielern geplant
Zur aktuellen Berichterstattung betont Kalemba, dass es nicht darum gehe, Spieler aktiv abzugeben. Vielmehr sollen Spieler selbst entscheiden können, ob sie die derzeitigen finanziellen Rahmenbedingungen mittragen möchten. Alle vertraglichen Zusicherungen würden eingehalten. Dieser Ansatz solle Fairness und Ehrlichkeit gewährleisten.
„Niemand wird gedrängt, niemand vor vollendete Tatsachen gestellt“, heißt es weiter. Dieser Umgang sei „ehrlicher, als falsche Sicherheit zu vermitteln“.
Crowdfunding blieb unter Ziel, half aber dennoch
Beim Crowdfunding wurden laut Verein jederzeit offene Zahlen kommuniziert. Das Ziel von 500.000 Euro wurde zwar verfehlt, die rund 130.000 Euro hätten jedoch geholfen, laufende Verpflichtungen – unter anderem gegenüber der Berufsgenossenschaft – zu erfüllen und die Saison 2024/2025 geordnet zu Ende zu bringen. Zusätzlich hätten auch die Gesellschafter finanzielle Beiträge geleistet.
Interne Themen nicht für öffentliche Debatten
Auch innerhalb des eingetragenen Vereins gebe es Punkte, die intern aufgearbeitet werden müssten. Öffentliche Vorwürfe seien dafür nicht geeignet. Sachliche Kritik sei legitim, persönliche Angriffe oder sexistische Kommentare jedoch nicht akzeptabel.
Fokus auf Saisonende und Klassenerhalt
Die SpVgg Bayreuth arbeite weiterhin an nachhaltigen Lösungen. „Nicht jeder Zwischenschritt kann oder sollte öffentlich kommentiert werden“, betont die Geschäftsführerin. Ziel sei es, die Saison unter Erfüllung aller finanziellen Verpflichtungen zu beenden und sportlich den Klassenerhalt zu sichern. Über die zukünftige Ausrichtung solle informiert werden, sobald verlässliche Ergebnisse aus anstehenden Gesprächen vorliegen.











Polizist Symbolbild © Pixabay
15. Prunksitzung der Bayreuther Mohrenwäscher für Menschen mit und ohne Behinderung. Präsidentin Yvonne Gerbeth (rechts). © Michael Christensen