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Wasserversorgung

Stadtwerke Bayreuth sanieren Hochbehälter Hohe Warte II

Die Stadtwerke Bayreuth investieren 200.000 Euro in die Erneuerung der Abdichtung des Hochbehälters Hohe Warte II. So soll die Trinkwasserversorgung für den Norden und Osten der Stadt langfristig gesichert werden.

Hinter dem Festspielhaus, tief im Wald der Hohen Warte, steht ein Betongebäude mit massiver Eingangstür. Was viele Bayreuther – und auch Festspielgäste – nicht wissen: Hier speichert die Stadt 14 Millionen Liter Trinkwasser.

„Dieses Wasser stammt aus dem Fichtelgebirge und der Fernwasserversorgung Oberfranken“, erklärt Stadtwerke-Sprecher Jan Koch. „Die Lage ist ideal, weil der natürliche Höhenunterschied zum Stadtgebiet für den nötigen Wasserdruck sorgt.“

Ideale Lage bringt doch Herausforderung mit sich

Der Hochbehälter Hohe Warte II beliefert gemeinsam mit dem benachbarten Hochbehälter I den Norden und Osten Bayreuths. Die idyllische Lage bringt jedoch Probleme mit sich.

„Pflanzen können auch auf dem Deckel unseres Hochbehälters wachsen. Wurzeln könnten dabei kleinste Risse im Beton verursachen – und das darf auf keinen Fall passieren“, betont Koch.

Denn solche Schäden könnten zu Verunreinigungen des Trinkwassers führen.

„Die Trinkwasserqualität ist unser heiliger Gral.“

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Abdichtung schützt vor Wurzelschäden und Witterung

Damit keine Verunreinigungen ins Trinkwasser gelangen, erneuern die Stadtwerke die komplette Abdichtung der 1.800 Quadratmeter großen Behälterdecke.

„Kleinste Risse können dazu führen, dass Wurzeln von Bäumen oder problematischen Pflanzen wie Staudenknöterich den Beton beschädigen“, erklärt Baukoordinator Martin Grünthaner.

Regen, Frost und Hitze setzen der bisherigen Abdichtung zusätzlich zu.

„Zuerst wird die Erdschicht vorsichtig mit kleinem Gerät abgetragen, dann der Beton gereinigt.
Anschließend bringen wir Dichtbahnen auf und verschweißen sie Stück für Stück“, beschreibt Koch den Ablauf.

Investition in die Zukunft der Wasserversorgung

Die Stadtwerke investieren rund 200.000 Euro in die Sanierung – ein Beitrag zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserqualität in Bayreuth. „Unsere Arbeit passiert oft unsichtbar, hinter verschlossenen Türen oder unter der Erde. Doch sie ist entscheidend, damit die Versorgung auch in Zukunft gesichert ist“, betont Grünthaner.

Abschluss der Arbeiten im August

Seit mehreren Monaten laufen die Sanierungsarbeiten. Die neue Abdichtung soll rund 40 Jahre halten. Zusätzlich wird auch der Blitzschutz des Gebäudes erneuert. „Dank der zuverlässigen Arbeit unserer Partnerfirmen liegen wir im Zeitplan“, sagt Grünthaner.