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Starker Pollenflug in Bayreuth: Hasel und Erle sind unterwegs
Niesattacken, juckende Augen oder eine verstopfte Nase? Wer aktuell in Bayreuth und Umgebung draußen unterwegs ist, spürt möglicherweise die hohe Belastung durch Frühblüher. Hasel- und Erlenpollen fliegen derzeit besonders stark.
Pollen lösen bei Allergikern Niesen, Augenjucken, Fließschnupfen oder Gaumenkratzen aus. Die entzündliche Reaktion des Körpers beeinträchtigt Alltag und Wohlbefinden. Treten diese Beschwerden gerade auf, kann eine Allergie gegen Erle oder Hasel vorliegen.
Die Pollensaison in der Region reicht, je nach Wetterlage, von Januar bis Oktober. Derzeit erreicht der Pollenflug der Frühblüher einen Höhepunkt. Klimaveränderungen führen zudem zu einem früheren Beginn, einer längeren Dauer und höheren Pollenkonzentrationen. Je nach Jahreszeit verbreiten sich dabei unterschiedliche Pflanzenarten.
Welche Pflanzen aktuell fliegen?
Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist in Bayern derzeit ein hoher Pollenflug von Erle und Hasel zu beobachten. Beide Pflanzen sind eng mit der Birke verwandt und gehören zu den sogenannten Frühblühern.
Die gewöhnliche Hasel (Corylus avellana) blüht von Februar bis April. Gelbe männliche Kätzchen werden bis zu 8 cm lang, die unscheinbaren weiblichen Blüten sind dunkelrot. Hasel wächst an Waldrändern, in Hecken oder lichten Wäldern und erreicht bis zu 6 m Höhe.
Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) blüht von März bis April. Sie wird bis zu 25 m hoch und bildet kegelförmige Kronen. Ihre männlichen Kätzchen sind gelblich-braun, 5–10 cm lang, die weiblichen Blüten rötlich und klein.
Erwartet wird ein Pollenflug, der sich Mitte bis Ende April allmählich abschwächt. Im Verlauf von März bis Mai treten dann chronologisch folgende Pollen auf: Pappel, Esche, Weide, Ulme, Birke, Buche und schließlich Roggen.
Tipps gegen Pollenbelastung
Gegen die aktuelle Belastung durch Erle und Hasel – aber auch allgemein bei Pollen – gibt es eine Reihe offizieller Empfehlungen von Gesundheitsbehörden und Fachorganisationen:
Kontakt minimieren: Auf dem Land abends lüften, in der Stadt morgens. Kleidung nicht im Schlafzimmer ablegen, Haare vor dem Schlafengehen waschen, Wäsche nicht draußen trocknen. Sonnenbrille und FFP2-Maske tragen.
Kreuzallergien beachten: Kern- und Steinobst sowie Nüsse können Reaktionen auslösen. Erhitzen neutralisiert häufig die Allergene.
Medizinische Unterstützung: Nasenduschen reinigen die Nase. Antihistaminika oder lokale Cortison-Nasensprays lindern Symptome. Eine Hyposensibilisierung ist die einzige ursächliche Therapie über 2–3 Jahre.
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