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Start des Programms für naturnahes Leben in Bayreuth: „Ordentlich schlampig“
Eine Radtour durch Bayreuths wachsenden Grünen Süden hat den Auftakt der Programmreihe „Ordentlich schlampig – Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ gebildet. Bereits am Mittwoch folgen weitere interessante Veranstaltungen.
Mit dem klaren Ziel, funktionierende Beispiele sichtbar zu machen statt nur über Artenvielfalt zu sprechen, hat „Ordentlich schlampig“ am Sonntag den Auftakt des diesjährigen Programms gebildet.
Möglich wird das durch ein breites Bündnis aus über 25 Kooperationspartnern. Dazu gehören das Umweltinformationszentrum Lindenhof, das Stadtgartenamt, der Ökologisch-Botanische Garten, der Verein „Die Summer“ sowie zahlreiche Umweltverbände, Kommunen und Initiativen aus Stadt und Landkreis.
Im Mittelpunkt steht ein naturnahes Leben, der Austausch von Informationen und Begegnungen mit dem Ziel, Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen in Bayreuth aktiv mitzugestalten.
Radtour eröffnet Bayreuths Biodiversitätsprogramm
Die Radtour führte zu drei Orten im Stadtgebiet, an denen naturnahes Gestalten bereits sichtbar ist. Die Teilnehmenden erhielten dabei konkrete Einblicke in Projekte im Bayreuths Grünen Süden und erfuhren, wie die Stadt naturnäher gestaltet wird. Die Informationen können auch in die eigene Gartengestaltung oder die Beteiligung an Projekten einfließen.
An den neu angelegten Teichen im Studentenwald erläuterte Robert Pfeifer, Leiter des Stadtgartenamtes, wie neue Lebensräume für Amphibien und Insekten entstehen. Solche Projekte brauchen Planung und Geduld, bieten dafür aber langfristigen Mehrwert für Mensch und Tier gleichermaßen.
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Im Schlosspark Fantaisie stand eine artenreiche Blühwiese im Mittelpunkt. Thomas Pickel vom Verein „Die Summer“ beschrieb das Potenzial extensiv gepflegter Wiesen so:
„Ein wahres Paradies und eine große Vielfalt an Pflanzen und Insekten sind hier zu entdecken und viele positive Effekte entfalten sich.“
Solche Flächen sind wichtige Trittsteine im Biotopverbund und stärken Insektenpopulationen nachhaltig.
Den Abschluss bildete der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth. Dort stellte das Team erstmals eine digitale Karte vor, die künftig alle „ordentlich schlampigen“ Orte und Maßnahmen in der Region bündelt und öffentlich zugänglich macht. Eine Ausstellungsführung von Elisabeth Obermeier zeigte, wie sich Biodiversität durch gezielte naturnahe Strukturen dauerhaft fördern lässt.
Mehr als 70 Veranstaltungen bis Oktober
Mit dem Start ist das Programm in vollem Gang. Bis Oktober laden über 70 Veranstaltungen dazu ein, naturnahe Lebensräume kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.
Bereits am Mittwoch, 29. April, gibt es zwei kostenlose Angebote:
- Gemeinsames Gärtnern im Lehrgarten am Lindenhof (15 bis 18 Uhr)
- Auftaktveranstaltung „Bayreuth pflastert ab“ – ein Wettbewerb zwischen Städten – im Haus des Spiels in der Bernecker Straße 15 (17 bis 18 Uhr). Wer eine ungenutzten Einfahrt oder einen versiegelten Vorgarten hat, ist dort genau richtig.
Alle Termine und Informationen gibt es unter www.region-bayreuth.de.












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Bei der Übergabe des „Lösegelds“ für den Bayreuther Maibaum. © Stadt Bayreuth