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Stauden für Bienen: Vier Regeln für den Garten im April
Wer im April die richtigen Stauden pflanzt, tut nicht nur seinem Garten etwas Gutes. Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer verrät vier Grundregeln, mit denen der Garten zum Paradies für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge wird.
Der April eignet sich ideal, um winterharte Blütenstauden zu setzen. Mehrjährige Stauden bringen über viele Jahre Blütenreichtum in Gärten und Parks. Wer dabei gezielt auf insektenfreundliche Arten setzt, leistet gleichzeitig einen wertvollen Beitrag gegen den Rückgang der Insektenbestände. Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer gibt vier Grundregeln für einen blühenden und insektenfreundlichen Garten.
„Wenn man diese Grundregeln beachtet, wird der Garten nicht nur ein paradiesischer Rückzugsraum für seine menschlichen Bewohner, sondern auch für die Tierwelt.“
Stauden für Bienen und Co.: April ist die beste Pflanzzeit
Grundregel 1. Durchgehend blühen lassen
Das Blütenangebot sollte sich über das gesamte Jahr erstrecken, damit Bienen und Co. immer etwas vorfinden. „Das Blütenangebot sollte jahreszeitlich soweit ausgedehnt werden, dass immer ein Angebot an Nektar und Pollen vorhanden ist“, erklärt Pfeifer. Von den ersten Frühlingsblühern wie dem Lungenkraut bis zur Fetthenne im Herbst bleibt der Tisch gedeckt. Unter Staudenliebhabern gilt das Motto: „Es wird durchgeblüht – das hilft auch den Insekten.“
Grundregel 2. Offene Blütenformen wählen
Gefüllte Blüten sehen zwar üppig aus, bieten Insekten aber kaum Zugang zu Nektar und Pollen. Naturnähere, offene Schalenblüten sind die bessere Wahl. Pfeifer empfiehlt, einfach mal eine Biene oder Hummel an einer ungefüllten Pfingstrose zu beobachten. Wer das einmal gesehen hat, versteht sofort, warum die Blütenform so entscheidend ist.
Grundregel 3. Vielfalt schafft Artenreichtum
Bestimmte Insekten bevorzugen ganz bestimmte Pflanzen. Hummeln fliegen auf die Blaue Kugeldistel, die Blaue Holzbiene auf den Muskatellersalbei und Nachtfalter fühlen sich bei Phlox wohl. Wer also verschiedene Staudenarten kombiniert, lockt automatisch mehr Insektenarten in seinen Garten.
Grundregel 4. Heimische Wildstauden nicht vergessen
Neben Nektar brauchen Insekten auch geeignete Fraßpflanzen für ihre Raupen. Hier kommen heimische Wildstauden ins Spiel. Eine Brennnesselecke hilft den Raupen von Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs, Veilchen unterstützen den Kaisermantel. Wer gezielt nachschlagen möchte, welche Pflanze welcher Insektenlarve nützt, findet in der einschlägigen Fachliteratur gute Orientierung.
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