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Storchenfest: Mehr als ein Fest – ein Ort der Begegnung
Am kommenden Sonntag verwandelt sich das Gelände des LBV-Umweltinformationszentrums Lindenhof in Bayreuth in einen lebendigen Treffpunkt für Groß und Klein. Informationsstände, Mitmachaktionen und kulinarische Angebote fördern das Miteinander und schaffen Raum für Begegnungen mit Menschen, Natur und Projekten.
Beim Storchenfest erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm mit interaktiven Aktionen, kreativen Mitmachangeboten und spannenden Informationen rund um Umwelt, Nachhaltigkeit und Naturschutz.
Das Storchenfest steht exemplarisch für eine neue Form des Umweltbewusstseins – offen, inklusiv und lebendig. Neben Themen rund um Umwelt- und Naturschutz erwarten die Besucherinnen und Besucher Musik, gutes Essen, handwerkliche Angebote. Hier wird Vielfalt gewünscht, gefeiert und gepflegt.
„Je mehr Begegnungsräume wir schaffen, desto mehr Menschen erreichen wir“, sagt Sevtap Okyay, die neue Leiterin der Bezirksgeschäftsstelle des LBV Oberfranken. Genau das soll auch das Storchenfest sein – ein Fest, ja, aber vor allem ein Ort der Begegnung, an dem die Werte und Ziele der Organisation sowie ihrer Partner im Geiste erlebbar werden.
Interaktive Angebote für die ganze Familie
Das Storchenfest richtet sich ausdrücklich an Menschen jeden Alters. „Es gibt interaktive Stationen, Quizze, kreative Mitmachangebote und spezielle Kinderprogramme“, erklärt Thomas Kappauf, Leiter des Umweltinformationszentrums Lindenhof. Außerdem stehen Yoga und eine besondere Vorführung von Kappauf zum Thema Sensen sowie das Einholen des Grasschnitts auf dem Programm.
Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 29. Juni, um 11 Uhr. Ab 14 Uhr startet das Familienprogramm. Ein besonderes Highlight wird die Greifvogelschau der Falknerei sein. „Die Tiere sind so zahm, dass man sie sogar streicheln kann“, so Kappauf.
Okyay ergänzt: „Es wird bunt und aktiv – da ist wirklich für jede und jeden etwas dabei.“
Auch schlechtes Wetter schreckt die Veranstalter nicht ab. „Wir sind vorbereitet“, sagt Kappauf. Das Fest findet bei jeder Witterung statt – bei Sonne, Regen oder Hitze.
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Eintritt frei – keine Anmeldung nötig
Der Eintritt ist kostenlos. Lediglich für Essen und Getränke fallen Kosten an. Diese können mit Bons erworben werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – spontane Besuche sind ausdrücklich willkommen.
Anreise und Parken
Die Parksituation ist geregelt, auch wenn nicht alle direkt am Gelände parken können. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, den großen TAO Parkplatz der Universität am Kreisverkehr zu nutzen. Von dort ist es nur ein kurzer Fußweg zum Festgelände.
Sevtap Okyay freut sich besonders auf die Begegnungen: „Ich wünsche mir, dass viele Menschen kommen – auch solche, die den Lindenhof noch nicht kennen.“
Neues Leitungskonzept für den LBV Oberfranken
Seit dem 1. März 2025 leitet Sevtap Okyay die Bezirksgeschäftsstelle des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Oberfranken. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Supervisorin und Organisationsberaterin bringt sie nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch eine klare Vision mit.
Vom Ehrenamt zur Leitung
Bereits seit 2019 ist Okyay für den LBV aktiv. Nach ihrem Einstieg im Ehrenamtsmanagement übernahm sie nach und nach strategische Aufgaben. „Ich habe gemerkt, dass ich mit meiner sozialen und kommunikativen Kompetenz genau hier wirken kann“, berichtet sie.
Die Aufgaben sind nun auf zwei Schultern verteilt. Sevtap Okyay übernimmt das Management sowie die Personalentwicklung, während eine neue Kollegin den fachlichen Bereich im Arten- und Naturschutz verantwortet. „Ein Mensch kann nicht alles leisten – deshalb war diese Aufteilung notwendig“, erklärt Okyay. Ab dem 1. Juli übernimmt die Geoökologin Silvia Dischner die fachliche Leitung.
Umstrukturierung des Verbands für wachsende Anforderungen
Die Umstrukturierung sei notwendig, um den gestiegenen Anforderungen des Verbands gerecht zu werden, der im Laufe der Jahre deutlich gewachsen ist.
Der Verband zählt mittlerweile etwa 300 Mitarbeitende, was eine höhere Komplexität in der Organisation mit sich bringt und entsprechende Führungs- und Fachkompetenzen erfordert. Früher waren die Strukturen kleiner und weniger komplex, wodurch die Notwendigkeit für differenzierte Führungsrollen geringer war.
Klare Rollen für mehr Effizienz im Verband
Ein zentraler Aspekt der Umstrukturierung war die Aufteilung von Aufgabenbereichen, um spezifische Fachkompetenzen gezielter abdecken zu können. Diese Entscheidung erwies sich als praktisch notwendig, da es schwierig war, eine einzelne Person zu finden, die sowohl über tiefgehende fachliche Expertise als auch über ausgeprägte Führungsfähigkeiten verfügt.
Deshalb wurde beschlossen, die Zuständigkeiten auf mehrere Rollen zu verteilen. So ist sichergestellt, dass alle erforderlichen Kompetenzen im Team vertreten sind und die Organisation effizient arbeiten kann. Die neue Struktur ermöglicht eine fokussierte Arbeitsweise und schafft klare Zuständigkeiten.
Sevtap Okyay betont die Bedeutung dieser klaren Rollenverteilung:
„Eine strukturelle Trennung ist essenziell – denn es ist nicht einfach, beide Aufgabenbereiche gleichzeitig in vollem Umfang und mit gleicher Sorgfalt zu erfüllen.“
Durch die Trennung von Management und fachlicher Arbeit sollen sowohl Überlastung vermieden als auch die Qualität der Ergebnisse gesichert werden.
Bildung für nachhaltige Entwicklung im Fokus
Ein zentrales Anliegen Okyays ist die Umweltbildung am Lindenhof. Auf dem 17 Hektar großen Gelände finden regelmäßig Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. „Wenn wir eine zukunftsfähige Gesellschaft wollen, müssen wir früh anfangen – und unsere Arbeit kontinuierlich fortsetzen“, betont sie.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sind oft komplex. Der LBV setzt deshalb auf praxisnahe, niedrigschwellige Vermittlung. Sensenkurse, Obstbaumschnitt und Naturerlebnisse sind nur einige Beispiele, die ganz unterschiedliche Zielgruppen begeistern.
Vielfalt erreichen: Naturschutz für alle zugänglich machen
Okyay setzt sich dafür ein, Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten für den Arten- und Naturschutz zu begeistern. „Mir ist es wichtig, auch jene Menschen anzusprechen, die bislang wenig Berührung mit dem Thema Natur- und Artenschutz hatten“, betont sie. Auch Thomas Kappauf teilt diesen Ansatz: „Man muss dorthin gehen, wo die Menschen tatsächlich sind.“
Gemeinsam mit sozialen Einrichtungen und dem Integrationsbeirat arbeitet der LBV daran, mehr Teilhabe zu ermöglichen – auch für Menschen aus einer vielfältigen Gesellschaft oder ohne akademischen Hintergrund.
Bildung, die begeistert – nicht belehrt
Gerade für Kinder ist es wichtig, Freude und Neugier zu erleben – statt belehrt zu werden. Die Naturschutzjugend (NAJU) setzt deshalb auf spielerische Erlebnisse und echte Naturerfahrungen. „Wir nennen das geheime Bildung“, erklärt Kappauf – Lernen durch Begeisterung.











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Symbolbild: pixabay