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Tigers klettern auf Platz 6 der Oberliga Süd
Mit dem hart erkämpften Derby-Sieg in Selb verbessern sich die Bayreuth Tigers auch in der Tabelle. Durch die drei Punkte rücken sie auf Platz 6 der Oberliga Süd vor und festigen damit ihre Position im Mittelfeld – mit Tendenz nach oben.
Die Partie in der mit 3.680 Zuschauern ausverkauften NETZSCH-Arena begann für die Bayreuth Tigers mit einem Schockmoment: Bereits nach 13 Sekunden lag der Puck im eigenen Tor. Die Selber Wölfe, derzeit Tabellenvierter der Oberliga Süd, gehören zu den Top-Teams der Liga.
„Es war ein Arbeitssieg für uns. Vom Talent her können wir nicht mit Selb mithalten, aber der Zusammenhalt ist enorm. Die Jungs glauben an sich und geben nicht auf. Nach dem frühen Gegentor haben wir einfach weitergemacht“, sagte Larry Suarez nach der Partie.
Mit dem knappen 2:3-Erfolg zeigten die onesto Tigers, dass das Potenzial für ein Top-Ranking vorhanden ist. Der Sieg gibt wichtigen Schwung für eine positive Tendenz nach oben – mit Blick Richtung Playoffs.
Erster Tigers-Treffer: Verelst staubt zum Ausgleich ab
Als Selbs Gelke erstmals in die Kühlbox musste, verfehlte Bollers im Powerplay zunächst nur die Latte. Kurzzeitig durften die Tigers sogar mit zwei Spielern mehr agieren, blieben aber ohne Tor. Der Ausgleich fiel schließlich nach 14 Minuten: Verelst stand goldrichtig im Slot und drückte einen abgewehrten Schuss von der blauen Linie über die Linie.
Die Tigers hätten kurz darauf sogar in Führung gehen können. Brown wurde nach einem langen Pass im letzten Moment unfair gestoppt – ein Pfiff blieb aus. Auf der Gegenseite nutzte Gauch die fehlende Gegenwehr und traf platziert ins rechte obere Eck zur erneuten Selber Führung.
Mit etwas Pech – Nemec und Spacek trafen jeweils die Latte – ging es mit 2:1 für die Wölfe in die erste Pause.
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Strafzeiten im Mittelabschnitt
Der zweite Abschnitt ging als außergewöhnlich strafintensiv ein. Die Wölfe kassierten 18 Strafminuten, die Tigers toppten das jedoch mit unglaublichen 30 Minuten.
Zwischenzeitlich saßen vier Bayreuther gleichzeitig auf der Strafbank.
Bollers vergab frei vor dem Tor und setzte den Puck an den Pfosten. Nach einer langen Reihe von Strafzeiten – unter anderem gegen Nedved, Weiß, Hammerbauer, Gauch, Gelke (10 Minuten), Barber (12) und Verelst (10) – bot sich den Tigers eine Powerplay-Chance.
Diese nutzten sie konsequent: Der zweite Treffer im Überzahlspiel brachte den verdienten 2:2-Ausgleich und gleichzeitig den Pausenstand.
Barber trifft zum Gamewinner im Schlussdrittel
Selb startete druckvoll in den letzten Abschnitt, doch die Tigers verteidigten konzentriert und diszipliniert. In der 51. Minute nutzten die Bayreuther einen schnellen Konter: Bollers und Brown leiteten den Angriff ein, Barber vollendete im Slot trocken zum Gamewinner.
Selb warf in den letzten Minuten alles nach vorne – inklusive des sechsten Feldspielers drei Minuten vor Schluss – doch die Verteidigung der Tigers hielt stand. Barber hätte die Partie sogar noch vorzeitig entscheiden können, traf aber erneut nur den Pfosten.
„Glückwunsch an Bayreuth. Wir haben das Blitztor geschossen, aber dann zu viele Fehler gemacht. Unsere Pässe waren schlecht, wir haben im Powerplay die Konzentration verloren und keine Checks mehr zu Ende gefahren. Vielleicht war diese Niederlage nötig, damit wir wieder zurück zu den Basics finden“, so Wölfe-Coach Schütz.
Ausblick: Tigers empfangen EV Füssen
Für die Bayreuth Tigers geht es am Sonntag weiter. Dann gastiert erneut der EV Füssen im Tigerkäfig. Bereits am 21. September trafen beide Teams in Bayreuth aufeinander – damals setzten sich die Tigers knapp mit 4:3 nach Verlängerung durch.











Das Team der Wählergemeinschaft Pro Bayreuth mit Charly Breitzmann (vorne links) und Daniel Wirtz (hinten, dritter von rechts) n der Spitze. ©Facebook-Post Pro Bayreuth
© Dirk Ellmer