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Triathletin Anne Haug beendet ihre Sportkarriere

Nachdem sie vor kurzem beim Ironman Vitoria-Gasteiz abbrach, macht Anne Haug nun öffentlich: Sie beendet ihre Sportkarriere, ihr Wille sei gebrochen.

Triathlon-Weltmeisterin Anne Haug hat im Exklusiv-Interview mit der Zeitung Welt überraschend ihr Karriereende verkündet. Nach ihrem vorzeitigen Ausstieg beim Ironman in Spanien am 13. Juli hatte es bereits Spekulationen über ihre sportliche Zukunft gegeben. Nun steht fest: Die 42-Jährige kehrt nicht mehr zurück.

Willensstärke nicht mehr da

„Mein Wille ist gebrochen“, sagte Haug im Welt-Interview. Der Moment, in dem sie das Rennen am 13. Juli abbrechen musste, sei für sie ein Wendepunkt gewesen. „Ich habe immer schon gedacht: Wenn ich einmal ein Rennen nicht beende, bricht irgendwas im Kopf.“ So sei es dann auch gewesen. Die Willensstärke, die es für einen Triathlon brauche, sei einfach nicht mehr da.

Haug, die in Bayreuth aufwuchs, gewann 2019 als erste deutsche Frau die Ironman-WM auf Hawaii. Im vergangenen Jahr stellte sie in Roth eine Weltbestzeit von 8:02:38 Stunden auf. „Ich habe viel mehr erreicht, als ich jemals zu träumen gewagt habe“, sagte Anne Haug der Welt. Nur Olympia mache sie noch wehmütig. „Weil es das Einzige ist, was ich nie erreicht habe. Aber ich glaube, es war gut, dass ich nicht alle Ziele erreicht habe“, so Haug. In der Wettkampfwelt sei man ohnehin nie zufrieden.

Anne Haug zieht sich zurück

Zuletzt machten ihr gesundheitliche Probleme und mentale Erschöpfung zu schaffen. Darunter waren eine Thrombose im Auge und eine Schilddrüsenerkrankung.

Auf ihrer Lieblingsinsel Lanzarote, wo sie mit Partner und Hund lebt, will sie nun Abstand gewinnen. Beruflich sei sie offen. Klar ist: Mit Anne Haug verlässt eine der erfolgreichsten deutschen Triathletinnen die große Bühne.

Auf Instagram drücken viele Sportler-Kolleginnen und Fans ihre Bewunderung für Anne Haug aus. „Herzlichen Glückwunsch zu deiner großartigen Karriere und alles Gute für die Zukunft, liebe Anne“, schreibt Triathletin Daniela Bleymehl.“Du brauchst nichts und niemandem mehr, vor allem dir selbst, noch etwas beweisen“, schreibt ein Fan.