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Wetter

Über 35 Grad in Bayreuth? Hitze bahnt sich an

Diese Woche kommen heiße Tage auf uns zu. Stadt und Landkreis wollen die Folgen langfristig mit Hitzeaktionsplänen abmildern. Besonders für ältere Menschen können hohe Temperaturen gefährlich werden. 

Mit steigenden Temperaturen wächst für viele Menschen die Gefahr. Besonders ältere Personen, kleine Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen reagieren empfindlich auf Hitze. In dieser Woche erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) einen deutlichen Temperaturanstieg – von Montag und Dienstag mit bis zu 31 Grad sollen die Temperaturen am Mittwoch und Donnerstag noch einmal ordentlich steigen.

Am Mittwoch und Donnerstag wird es besonders heiß

Am Mittwoch trifft bei uns eine Luftmasse ein, die sich in den letzten Tagen in Südfrankreich auf bis zu 40 Grad aufgeheizt hat, so der Wetterdienst Wetterochs. Es soll trocken und heiß werden, die Temperaturen steigen auf bis zu 34 Grad. Noch heißer wird es dann am Donnerstag, der laut Wetterochs als der bislang heißeste Tag des Jahres gilt – Spitzenwerte von bis zu 38 Grad sind in der Region möglich.  Für Bayreuth konkret spricht Wetter.com von bis zu 35 Grad. Auch Hitzegewitter sind nicht ausgeschlossen.

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Hitzeaktionspläne: Stadt und Landkreis Bayreuth wollen vorsorgen

Um besser auf die Herausforderungen der zunehmenden Hitze zu reagieren, wollen Stadt und Landkreis Bayreuth Hitzeaktionspläne entwickeln. Sie sollen Kommunen, Kitas und Pflegeeinrichtungen unterstützen, künftig besser auf extreme Temperaturen vorbereitet zu sein. Geplant sind unter anderem kühlere Aufenthaltsräume, Notfall-Listen sowie technische Maßnahmen in öffentlichen Gebäuden. Im Herbst folgen gezielte Workshops und Beratungen für Gemeinden und soziale Einrichtungen. Das Projekt wird zu 90 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert und läuft bis 2027.

Die Stadt Bayreuth begegnet der Hitze beispielsweise durch Kaltluftzonen, wie sie durch die wiederhergestellten Teiche im Studentenwald oder den Bürgerhain entstehen sollen.

Ältere Menschen besonders gefährdet

Wie ernst das Thema ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Das RKI geht davon aus, dass in den Jahren 2023 und 2024 etwa 3.000 Menschen in Deutschland an den Folgen großer Hitze gestorben sind. Für das Jahr 2025 schätzt das RKI die Anzahl der Hitzetoten auf bislang 1.620 Fälle.

„Vor allem ältere Menschen sind anfällig für gesundheitliche Gefahren bei hohen Temperaturen“, sagt Stephanie Rocha, Pflegeberaterin bei der AOK in Bayreuth. Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme oder Atemwegserkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich. „Viele Ältere spüren Hitze nur eingeschränkt und haben kaum Durstgefühl“, so Rocha. Besonders gefährlich werde es, wenn Betroffene allein leben.

So können Seniorinnen und Senioren sich schützen

Der Ratschlag: das eigene Wohnumfeld hitzetauglich gestalten, also zum Beispiel den Schlafplatz in kühlere Räumen verlegen. Außerdem empfiehlt Rocha, natriumreiches Mineralwasser zu trinken und die Medikamenteneinnahme mit dem Arzt oder der Ärztin abklären. Manche Medikamente wirken bei Hitze anders, müssen anders dosiert oder aufbewahrt werden.

Am Montag und Dienstag soll es in der Nacht noch einmal auf unter 15 Grad abkühlen. Eine gute Gelegenheit, die Wohnung abends durchzulüften und sich mit ausreichend Schlaf auf die kommenden heißen Tage vorzubereiten.