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Update für die Kita Regenbogen in Bindlach
Die Kita Regenbogen in Bindlach ist technisch wieder auf dem neuesten Stand: Mit neuen Heizungen, verbesserter Dämmung, moderner Elektrik und optimierter Lüftung ist die Einrichtung jetzt zukunftsfähig – die Kinder konnten während der Bauarbeiten im Haus bleiben.
Auf den ersten Blick sieht man es kaum – doch in den vergangenen Monaten wurden in der Kita Regenbogen grundlegende Erneuerungsarbeiten durchgeführt. Dach, Heizung, Lüftung, Elektrik und Dämmung sind nun auf dem neuesten Stand. „Der laufende Betrieb musste dafür nicht unterbrochen werden“, sagte Bürgermeister Christian Brunner bei der Feier zur Fertigstellung in der Turnhalle des Kindergartens. Hier verrät die neue Akustikdecke von den Bauarbeiten.
„Gut angelegtes Geld“, sagt Brunner – und fasst damit zusammen, was die vergangenen Monate geprägt hat: Arbeiten unter Zeitdruck, viele Absprachen und ein Kraftakt für alle Beteiligten.
Hauptproblem: Ein undichtes Dach
Die Kindertagesstätte aus dem Jahr 1993 musste dringend saniert werden. Dachundichtigkeiten, teilweise durch Tiere beschädigte Dämmung, alte Leitungen und eine veraltete Gasheizung schufen Handlungsbedarf. „Bei großen Regenereignissen am Wochenende kam montagmorgens oft der Anruf im Rathaus: Wasserschaden“, sagte Brunner. Statt der ursprünglich empfohlenen Komplettsanierung mit Öffnung des Dachs für über 1,2 Millionen Euro entschied sich die Gemeinde nach kritischen Nachfragen im Gemeinderat und eigener Prüfung für eine kostenschonendere Variante. Das Dach konnte von innen saniert werden.
Schon gelesen? Die Sanierung an der Johannes-Kepler-Realschule ist jetzt auch abgeschlossen.
Arbeiten während des laufenden Betriebs
Am 25. Juni ging die Baustelle im laufenden Kindergartenalltag los. Dass keine Gruppe aus dem Gebäude ausziehen musste, sei ein großes Anliegen gewesen, so Brunner. Möglich wurde das, weil die Räume nacheinander ausgeräumt und die Turnhalle zwischengenutzt wurde. Die Hauptarbeiten fielen in die dreiwöchige Schließzeit im August.
Kindergartenleiterin Katharina Schuhmann-Franke berichtet: „Es war nicht einfach, aber wir haben gute Absprachen getroffen. Für die Kinder war die Baustelle sogar spannend – manche waren fast ein bisschen traurig, als es vorbei war.“
Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick
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energetische Sanierung
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Dach-Dämmung von innen
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Beschattung im Rundbau
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Austausch der alten Gasheizung durch Wärmepumpe
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Installation einer PV-Anlage
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Erneuerung von Elektrik und Beleuchtung
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neue Lüftung für Küche und WC
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neue Akustikdecken
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neuer Geräteschuppen
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Malarbeiten innen und außen
Besonders lobte Christian Brunner den Trockenbau an den Zimmerecken: „Eine enorme Leistung wegen der geschwungenen Außenwände“, betonte er. Viele Arbeiten liefen am Wochenende.
Die Sanierungskosten sollen sich auf rund 550.000 Euro belaufen, so Brunner. Die Gemeinde hat folgende Fördergelder erhalten:
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55.000 Euro aus dem Energie- und Klimafonds
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50.000 Euro aus der Heizungsförderung
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250.000 Euro aus Rücklagen des früheren Trägers, der Kirchengemeinde.
Der gemeindliche Anteil liegt damit bei rund 175.000 Euro.
Pfarrer Edmund Grömer, der die Einrichtung aus früheren Trägerzeiten gut kennt, sagte: „Jeder Euro, der hier angelegt wird, ist bestens angelegt. Die Kinder müssen gut aufgehoben sein, damit die Eltern ihren Lebensunterhalt verdienen können.“
Sabine Seitz vom Träger, dem Evangelischen Zweckverband für Kindertagesstätten in Oberfranken Mitte bezeichnete die Sanierung als „eine Leistung, die uns alle stolz machen darf“. Energetische Modernisierung sei auch ein Zeichen der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
„Der neue alte Kindergarten“
Kindergartenleiterin Katharina Schuhmann-Franke bedankte sich bei Handwerkern, Gemeinde und Eltern für ihre Geduld: „Wir haben bisher kein einziges kritisches Wort von den Eltern bekommen, nur Lob. Das freut uns natürlich sehr.“ Auch ihr Team lobte sie ausdrücklich für den Einsatz während der Bauarbeiten.
Besonders freut sie sich über hellere Beleuchtung, bessere Akustik und die neue PV-Anlage: „Ich schaue immer gerne auf die Solar-Web-App. Es gab schon Herbsttage, an denen wir mehr produziert haben, als wir verbraucht haben. Wir bemühen uns, pädagogisch immer auf dem neuesten Stand zu bleiben – und unser Gebäude passt jetzt dazu.“










Abschluss der Sanierungsmaßnahmen an der Johannes Kepler Realschule ©bt-Redaktion
Auf der Nominierungsversammlung. © Volt Bayreuth