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Warntag in Oberfranken: Positives Fazit nach Probealarm
Am Donnerstagvormittag, Punkt 11:00 Uhr, heulten in vielen Städten und Gemeinden die Sirenen – in Oberfranken ebenso wie im ganzen Deutschland. Die erste Bilanz fällt positiv aus. Nun werden die technischen Daten mit den Erfahrungen von Ländern, Kommunen und Bürgern abgeglichen.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verschickte am 11. September – wie jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September – um 11:00 Uhr eine zentrale Probewarnung. Um 11:45 Uhr folgte die Entwarnung. Ziel des bundesweiten Warntags ist es, die Warnsysteme zu testen und die Bevölkerung in Deutschland auf Notfälle vorzubereiten.
Oberfranken zieht positives Fazit
Die Regierung von Oberfranken zeigt sich zufrieden. Die Abläufe bei Behörden und Organisationen haben reibungslos funktioniert, heißt es zur ersten Bilanz. Die Menschen erhielten die Warnung über viele Kanäle:
- Fernsehen und Radio
- Smartphones über Cell Broadcast
- Warn-Apps wie NINA oder Katwarn
- Digitale Infotafeln in Städten
- Sirenen und Lautsprecherwagen
Auch technische Probleme vom letzten Warntag konnten behoben werden. „Das zeigt, wie wichtig der Warntag für die ständige Verbesserung der Systeme ist“, so die Regierung von Oberfranken.
Umfrage: Bevölkerung kann Rückmeldung geben
Wie schon in den letzten Jahren bittet das BBK auch diesmal die Bevölkerung um Feedback. Über eine Online-Umfrage bis zum 18. September 2025 können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen mitteilen. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und helfen dabei, die Warnsysteme in Deutschland weiter zu optimieren.
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So lief der Warntag in Bayern
Nach Angaben des bayerischen Innen- und Katastrophenschutzministers Joachim Herrmann gab es nur kleinere Verzögerungen. Manche Sirenen und Anzeigetafeln im öffentlichen Nahverkehr meldeten Warnungen etwas später. Insgesamt habe die Warnung aber „gut funktioniert“. Auch die Entwarnung über Apps und Sirenen klappte größtenteils problemlos.
Bundesweites Ergebnis
Laut dem BBK war der fünfte bundesweite Warntag erfolgreich. Millionen Menschen in Deutschland wurden erreicht. BBK-Präsident Ralph Tiesler betonte, dass sich die Investitionen der letzten Jahre gelohnt haben. Nun sollen die Rückmeldungen aus der Bevölkerung ausgewertet werden, um die Systeme weiter zu verbessern – etwa mit einer zentralen Auslösung von Sirenen oder einer Entwarnungsfunktion für Cell Broadcast.
BBK-Vizepräsident Dr. René Funk ergänzte: „Die Warnkette hat wie geplant funktioniert. Jetzt ist es wichtig, die technischen Daten mit den Erfahrungen von Ländern, Kommunen und Bürgern abzugleichen.“











©Therme Obernsees
Schultüten stecken in Körben. Foto: pixabay